Fusionsgespräche auf der Kippe: Rio Tinto und Glencore ringen um Machtverteilung

Die Fusionsverhandlungen zwischen den Rohstoffriesen Glencore und Rio Tinto gestalten sich weitaus komplizierter als erwartet. Insidern zufolge stehen die Gespräche kurz vor dem Scheitern. Der britischen "Financial Times" zufolge sind es vor allem Differenzen über die zukünftige Führung, die die Verhandlungen belasten. Während Rio Tinto darauf pocht, sowohl den Verwaltungsratsvorsitzenden als auch den CEO zu stellen, besteht Glencore auf eine attraktive Übernahmeprämie, um einer Einigung näher zu kommen.
Doch die Uneinigkeit scheint groß, denn beide Seiten zeigen sich hartnäckig in ihren Forderungen. Vergangene Woche hatte bereits die Nachrichtenagentur Bloomberg auf die schwierigen Verhandlungen hingewiesen. Schnell zeichnet sich ab, dass die Gespräche ungeachtet der eingängigen Frist, die das britische Takeover Panel festgelegt hatte, weiter fortgeführt werden sollen.
Bis zum 5. Februar muss Rio Tinto jedoch offiziell Stellung beziehen — der Countdown läuft. Bereits im Januar hatte sich Glencore offen für eine Fusion gezeigt, bei der das britische Unternehmen die Zügel des schweizerischen Konzerns in die Hand nehmen würde. Ob der Zusammenschluss gelingt, bleibt abzuwarten. Experten erwarten allerdings, dass beide Unternehmen Zugeständnisse machen müssen, um die geplante Fusion zum Erfolg zu führen.

