FSLTL-Aus sorgt für Drama: FlightRadar24 wirft dem Live Traffic Projekt für den MSFS Datendiebstahl vor
FSLTL steht plötzlich am Abgrund, und das nicht wegen eines simplen Day-One-Patch-Desasters. Was wie ein nüchterner API-Stopp klang, entwickelt sich gerade zum handfesten Streit mit FlightRadar24. Während das Add-on-Team von einem sauberen Cut spricht, feuert die Gegenseite mit massiven Vorwürfen zurück – und die treffen den Kern der gesamten Flugsim-Community.
FlightRadar24 zerlegt die FSLTL-Erklärung öffentlich
Die ursprüngliche Story klang fast schon zu sauber: API dicht, Projekt endet, alles in gegenseitigem Verständnis. Genau dieses Narrativ nimmt FlightRadar24 jetzt auseinander. Ein Teammitglied stellt klar, dass es nie eine Vereinbarung gab – nicht mal ansatzweise. Noch härter: Eine kostenlose API habe nie existiert. Damit kippt die komplette Grundlage, auf der FSLTL seine Abschaltung kommuniziert hat.
Wenn das stimmt, reden wir nicht über ein ausgelaufenes Feature, sondern über jahrelanges Scraping ohne Freigabe. In der Modding-Szene passiert sowas öfter im Graubereich, aber hier geht es um Live-Daten in großem Stil. Das ist kein kleiner GitHub-Hack, sondern ein zentraler Baustein für realistischen Verkehr im Microsoft Flight Simulator. Und genau deshalb schlägt die Aussage so brutal ein.
Der 30. April wirkt plötzlich wie ein vorgeschobenes Datum
Besonders pikant: FlightRadar24 bestreitet komplett, am 30. April irgendetwas abzuschalten. Kein API-Shutdown, kein geplanter Cut. Damit steht die Frage im Raum, warum FSLTL genau dieses Datum genannt hat. Zufall? Kaum.
Realistisch betrachtet wirkt das Datum eher wie ein sauber gesetzter Exit-Punkt, um die eigene Story zu kontrollieren. Statt „Wir mussten stoppen“ könnte die Wahrheit eher in Richtung „Wir wurden gestoppt“ gehen. Gerade im Sim-Bereich, wo Add-ons oft auf externe Datenquellen zugreifen, ist das ein heikler Unterschied. Die Community reagiert entsprechend gespalten: Einige verteidigen FSLTL, andere wittern schon lange eine tickende Zeitbombe.
FSLTL verteidigt sich, aber lässt entscheidende Lücken
Die Reaktion von FSLTL fällt auffällig defensiv aus. Man habe über Jahre Gespräche geführt, teilweise keine Antworten erhalten, und die nicht-kommerzielle Nutzung habe wohl für etwas Spielraum gesorgt. Übersetzt heißt das: Man wusste, dass man sich auf dünnem Eis bewegt.
Genau hier wird’s interessant für die Meta der Flugsim-Szene. Viele Tools leben von Daten, die nicht explizit freigegeben sind, solange kein Geld fließt. FSLTL zeigt jetzt, wie schnell dieses Modell kollabiert. Sobald ein Datenanbieter die Reißleine zieht – oder juristisch nachlegt – bricht das Kartenhaus zusammen.
Für den Microsoft Flight Simulator bedeutet das konkret: ein massiver Verlust an Immersion, zumindest kurzfristig. Alternativen existieren, aber keine liefert aktuell die gleiche Mischung aus Performance, Genauigkeit und Community-Support. Genau das macht die Situation so brisant.


