Frischer Wind für Tupperware: Neustart in Europa unter neuer Führung
Ein französischer Investor hat das Ruder in die Hand genommen, um den Neustart des französischen Ablegers des angeschlagenen US-Dosenherstellers Tupperware in mehreren europäischen Ländern zu ermöglichen. Neben Frankreich und Deutschland werden Tupperwares Produkte auch in Belgien, Italien und Polen wieder angeboten, wie der Unternehmer Cédric Meston bekanntgab. Das Insolvenzverfahren von Tupperware France ist beendet und der Sanierungsplan wurde gerichtlich abgesegnet. In dieser neuen Phase setzen nun 20.000 selbstständig tätige Verkaufsberaterinnen und -berater in den verschiedenen Ländern auf einen erfolgreichen Neustart. Für das Jahr wird ein beachtlicher Umsatz von 100 Millionen Euro angestrebt.
Das Unternehmen Tupperware hat sich umfassend neu aufgestellt, sowohl in der Logistik als auch hinsichtlich seiner Vertriebsstrategien. Das Sortiment wurde erweitert und umfasst nun nicht nur Kunststoffdosen, sondern auch Behälter aus Edelstahl, Glas und recyceltem Kunststoff. Der junge und dynamische Unternehmer Meston, der Tupperware France im März gemeinsam mit Geschäftspartnern übernommen hatte, verfolgte von Anfang an den Plan, das Geschäft schnell wieder zum Laufen zu bringen. Meston ist außerdem Mitbegründer von HappyVore, einer Marke für pflanzliche Fleischersatzprodukte.
Tupperware, seit seiner Gründung im Jahr 1946 ein Vorreiter für Plastikgefäße zur Lebensmittelaufbewahrung, setzte viele Jahre auf das Erfolgsmodell des Direktvertriebs. Die Tupperware-Partys wurden zum Inbegriff dieses Konzepts. Doch durch den Fokus auf altbewährte Strategien wurden Chancen im aufstrebenden Online-Handel lange Zeit nicht genutzt. Erst 2022 weitete Tupperware seinen Verkauf auf Online-Plattformen wie Amazon aus und sucht mittlerweile den Zugang zu klassischen Einzelhandelsregalen. In den USA musste das Traditionsunternehmen vor etwa einem Jahr Insolvenz anmelden.

