Friedrich Merz auf diplomatischer Mission in Indien: Strategische Ausrichtung gen Osten
Bundeskanzler Friedrich Merz unternimmt eine bedeutende Reise nach Indien, um die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu stärken. Am Montag wird er von Ministerpräsident Narendra Modi in Ahmedabad, Gujarat, empfangen. Diese spezielle Einladung in Modis Heimatregion unterstreicht den hohen Stellenwert, den Indien dem deutschen Staatsbesuch beimisst.
An der Seite von Merz reist erstmals eine umfangreiche Wirtschaftsdelegation mit, um die wirtschaftlichen und rüstungspolitischen Verbindungen zu vertiefen. Besonders die Rüstungskooperation steht im Fokus: Indien, das Interesse an deutschen U-Booten sowie dem Transportflugzeug Airbus A400M gezeigt hat, sieht hier eine Möglichkeit, die Abhängigkeit von russischen Waffenlieferungen zu reduzieren.
Nach intensiven Besuchen bei Bündnispartnern in Europa und Nordamerika richtet Merz seinen Blick auf andere Schlüsselregionen. Im November nahm er am G20-Gipfel und dem EU-Afrika-Gipfel in Südafrika und Angola teil, sowie am Weltklimagipfel in Brasilien.
Indien markiert seine erste große Asien-Reise. Auffallend ist dabei die Strategiewende: Noch vor China und dem G7-Partner Japan wählt Merz Indien als prioritär im asiatischen Raum. Diese Entscheidung hebt ihn von seinen Vorgängern ab, die China oder Japan auf ihren ersten Asien-Reisen den Vorzug gaben.

