Friedrich Merz' Amtsantrittsbesuch: Diplomatische Premiere in Washington
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz bricht zu einem mit Spannung erwarteten Antrittsbesuch nach Washington auf, wo er US-Präsident Donald Trump treffen wird. Das Treffen im Weißen Haus bietet nicht nur die Gelegenheit zu einem intensiven Austausch bei einem bilateralen Gespräch und einem darauf folgenden gemeinsamen Mittagessen, sondern wird auch von einer Pressebegegnung im prestigeträchtigen Oval Office begleitet. Ein Ort, der zuletzt bei den Besuchen der Präsidenten der Ukraine und Südafrikas Schauplatz hitziger Debatten war.
Im Zentrum des ersten offiziellen Treffens steht die Suche nach Lösungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Zudem werden die Anpassung der NATO-Strategien an die steigenden globalen Bedrohungen sowie der belastende Zollstreit zwischen den USA und der Europäischen Union zur Sprache kommen. Kanzler Merz hat im Vorfeld betont, dass er selbstbewusst die europäischen Interessen vertreten wird und sich nicht in der Rolle eines Bittstellers sieht.
Der Aufenthalt des Kanzlers in der US-Hauptstadt ist von außergewöhnlicher Kürze, nur etwa 17 Stunden sind eingeplant. Nach einem Abendessen in Berlin mit den deutschen Ministerpräsidenten reist Merz ab und erreicht Washington nach Mitternacht. Im Gästehaus des Präsidenten, dem Blair House, wird er nächtigen, bevor das offizielle Programm im Weißen Haus am späten Vormittag des folgenden Tages beginnt. Die beiden Staatsmänner haben sich bisher nur einmal flüchtig getroffen, dennoch wurde in den vergangenen Wochen bereits mehrfach telefonisch der Grundstein für einen konstruktiven Dialog gelegt.

