Fresenius trotzt Herausforderungen mit starkem Schlussquartal

Fresenius zeigt sich trotz Herausforderungen im vergangenen Jahr robust und verzeichnet im Kerngeschäft einen Anstieg der Gewinne, begünstigt durch Einsparungen und die positive Entwicklung der Pharmatochter Kabi sowie des Klinikgeschäfts. Unternehmenschef Michael Sen gibt sich optimistisch, was die zukünftige Entwicklung angeht. Auch kündigte der DAX-Konzern einen Wechsel an der Spitze seiner Kliniksparte Helios an. Trotz dieser positiven Nachrichten fiel die Aktie von Fresenius vorbörslich um fast vier Prozent, was auf durchwachsene Zahlen für das Schlussquartal und einen verhaltenen Ausblick zurückzuführen ist. Beobachter hatten die Resultate zuvor am Vortag als Grund für Verluste beim Dialysepartner Fresenius Medical Care (FMC) genannt.
Nichtsdestotrotz weist die Fresenius-Aktie langfristig eine positive Kursentwicklung auf. Unter der Leitung von Michael Sen, der seit 2022 als CEO fungiert, hat sich der Kurs nahezu verdoppelt, trotz eines vorangegangenen Kursrückgangs. Aktuell liegt der Aktienpreis bei etwa 50 Euro, weit entfernt vom Rekordhoch von über 80 Euro Mitte 2017.
2025 erwies sich als entscheidendes Jahr für Fresenius, da der Konzern seine erhöhte Prognose erfüllte und das Geschäftsjahr mit einem positiven Quartal abschloss. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um mehr als vier Prozent auf 2,6 Milliarden Euro, was den Markterwartungen entsprach. Belastungen wie US-Zölle und Wechselkursschwankungen konnten mehr als ausgeglichen werden. Besonders die Helios-Kliniken glänzten mit einem Zuwachs von nahezu einem Viertel des operativen Ergebnisses, was auf Einsparungsmaßnahmen und ein gesteigertes Umsatzplus in Deutschland und Spanien zurückzuführen ist. Kabi profitierte ebenfalls von Effizienzverbesserungen, was zur Anhebung des Margenziels führte.
Fresenius plant für 2025 eine Dividende von 1,05 Euro je Aktie, im Vergleich zu 1,00 Euro im Vorjahr. Der jährliche Umsatz stieg um 5 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro, organisch um 7 Prozent. Für 2026 wird ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 7 Prozent angestrebt, der Kerngewinn je Aktie soll währungsbereinigt um 5 bis 10 Prozent steigen.
Neuigkeiten aus der Führungsetage: Christian Pawlu übernimmt zum 1. Juli die Leitung der Kliniksparte Helios, während Robert Möller die Leitung des Unternehmensbüros in Berlin und Brüssel aufbaut. Der Vertrag von CEO Michael Sen wurde vorzeitig bis 2031 verlängert, der das Unternehmen erfolgreich umstrukturierte und aus schwierigem Fahrwasser führte. Dabei wurden Randgeschäfte abgestoßen und die Beziehung zu Fresenius Medical Care neu geordnet, was dem Konzern eine klare Fokussierung auf die Bereiche Kabi und Helios ermöglichte.

