Frauenpower im Handwerk: Die stille Revolution im Kampf gegen Fachkräftemangel
Frauen gewinnen im Handwerk zunehmend an Bedeutung und tragen maßgeblich zur Entschärfung des Fachkräftemangels bei, wie eine aktuelle Untersuchung des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln zeigt. Die Zahl der Meisterinnen steigt stetig an, was den positiven Trend unterstützt, dass Frauen vermehrt in Berufen tätig sind, die unter Fachkräftemangel leiden.
Die Autorinnen Lydia Malin und Helen Hickmann betonen in ihrer Studie den wichtigen Beitrag von Frauen zur Fachkräftesicherung. Obwohl die Gesamtzahl der Beschäftigten in Handwerksberufen leicht rückläufig ist, konnte ein signifikanter Anstieg bei den Beschäftigten auf Meisterniveau verzeichnet werden. Besonders beeindruckend ist der Zuwachs bei Frauen: Ihr Anteil wuchs von 13,3 Prozent im Jahr 2013 auf nunmehr 17,1 Prozent.
Diese Dynamik wird besonders deutlich in den Bereichen Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik, die stark vom Fachkräftemangel betroffen sind. Insgesamt zeigen sich Frauen immer mehr in Berufen mit dringend benötigten Fachkräften: Trotz eines Rückgangs von 14,6 Prozent in Berufen ohne Fachkräftemangel stieg die weibliche Beschäftigung in Engpassberufen um 18 Prozent. Die Anzahl der Männer in diesen Berufsfeldern blieb dagegen nahezu unverändert.

