Frankreichs Annäherung an ein neu erwachtes Syrien
Die jüngsten politischen Veränderungen in Syrien haben dazu veranlasst, dass Frankreich seine Unterstützung und Solidarität mit dem Land verstärkt in Aussicht stellt. In Damaskus sprach der französische Außenminister Jean-Noël Barrot von einer neu entstandenen Hoffnung auf ein souveränes, stabiles und friedliches Syrien. Diese positive Entwicklung sei maßgeblich der Entschlossenheit und dem Engagement der syrischen Bevölkerung zu verdanken. Frankreich stehe fest an der Seite der Syrerinnen und Syrer, trotz der Fragilität dieser Hoffnung, so Barrot während seines Besuchs.
Ein besonders wichtiger Programmpunkt der Reise war der Besuch des berüchtigten Saidnaja-Gefängnisses, das für seine dunkle Vergangenheit von Folter und Mord bekannt ist. Barrot bekräftigte hierbei explizit das Engagement Frankreichs bei der vollständigen Aufklärung der dort begangenen Verbrechen. Seit Beginn der Aufstände im Jahr 2011 hat Frankreich Organisationen der syrischen Zivilgesellschaft unterstützt, um systematisch Dokumentationen der Menschenrechtsverletzungen zu erstellen, die während der Herrschaft von Baschar al-Assad stattfanden.
Zudem besuchte Barrot die französische Botschaft in Damaskus, die seit 2012 geschlossen ist. Er erklärte, dass der Plan bestehe, die diplomatische Vertretung unter Berücksichtigung der politischen und sicherheitspolitischen Lage schrittweise wieder zu öffnen. Dies stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer erneuten französischen Präsenz und Zusammenarbeit im Land dar.

