Frankreich trotzt dem europäischen Inflationsdruck
In der französischen Wirtschaft wird die moderate Inflation zu einem bemerkenswerten Signal der Stabilität. Der aktuelle Verbraucherpreisindex (HVPI) für Juli zeigt eine Zunahme von 0,9 Prozent im Jahresvergleich, so das Statistikamt Insee nach einer ersten Schätzung. Analysten hatten sich auf niedrigere Zahlen eingestellt, erhofften sie doch einen Rückgang auf 0,8 Prozent. Doch Frankreichs Inflation bleibt hartnäckig stabil.
Auf monatlicher Basis erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent und übertrafen damit erneut die Prognosen der Experten, die lediglich einen Anstieg von 0,2 Prozent vorgesehen hatten. Seit nunmehr einem halben Jahr untergrenzt die Inflationsrate die Ein-Prozent-Marke, vornehmlich bedingt durch den signifikanten Rückgang der Energiepreise.
Frankreich sticht mit seiner moderaten Teuerung im europäischen Vergleich hervor. Während die Eurozone im Juni eine Inflationsrate von 2,0 Prozent aufweist, ist die Preisdynamik in Frankreich ungewöhnlich gebremst. Die Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und Dienstleistungen können dieser trendbestimmenden Entwicklung keinen Abbruch tun. Die Europäische Zentralbank bleibt indes zurückhaltend und verzichtet auf weitere Zinssenkungen.

