Fortschritte bei Handelsgesprächen drücken den Goldpreis unter Druck
Der Goldmarkt zeigte zur Mitte der Woche hin Schwäche, ausgelöst durch Anzeichen von Fortschritten in den Handelsverhandlungen zwischen den USA und China. Nach einem kräftigen Anstieg an den vorangegangenen beiden Handelstagen wurde der Preis für eine Feinunze Gold an der Londoner Börse am Mittwoch bei 3.388 US-Dollar notiert. Damit war der Preis in der vergangenen Nacht kurzzeitig auf 3.435 US-Dollar hochgeschnellt, doch das im April bei über 3.500 US-Dollar erreichte Allzeithoch bleibt in Sichtweite.
Im Ringen um eine Lösung im Handelsstreit kündigten die USA die ersten hochrangigen Gespräche an. Finanzminister Scott Bessent wird am 8. Mai in die Schweiz reisen, um sich dort mit einem führenden Vertreter der chinesischen Wirtschaft zu treffen. Sowohl das US-Finanzministerium als auch die chinesischen Medien bestätigten diese geplanten Gespräche mit Hoffnung auf eine Einigung zwischen den beiden Wirtschaftsmächten, was den Goldpreis als sicheren Hafen in Krisenzeiten unter Druck setzte.
Indes blieben militärische Spannungen in der Region zwischen Indien und Pakistan am Markt weitgehend unbeachtet. Trotz eines jüngsten Terroranschlags in Kaschmir und anschließender militärischer Aktionen Indiens gegen Pakistan, sowie der Reaktionsankündigung des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif, zeigte der Markt keine signifikante Reaktion.
Das Augenmerk richtet sich nun verstärkt auf die Sitzung der US-Notenbank, die im Laufe des Abends ihren Zinsentscheid verkünden wird. Es wird erwartet, dass die Fed dem politischen Druck widersteht und die Leitzinsen unverändert belässt, mit einer Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent. Sinkende Zinsen wären für das unverzinsliche Gold förderlich, da sie sonst zinstragende Wertpapiere weniger attraktiv machen würden.

