Forscher warnen: Bitcoin könnte bereits in einen Krypto-Winter eintreten

Der jüngste Kursrückgang von Bitcoin hat Händler dazu veranlasst, die Charts genau zu analysieren und sich zu fragen, ob es sich um eine Korrektur oder einen Crash handelt. Die Preise sind stark gefallen, doch einige Marktbeobachter sehen dies als tiefen Rücksetzer innerhalb eines längeren Aufwärtstrends. Andere warnen jedoch, dass die Daten auf etwas Kühleres hindeuten.
Kursrückgang und harte Zahlen
Laut einer Analyse von XWIN Research über CryptoQuant ist Bitcoin um etwa 46% von einem Höchststand nahe $126.000 gefallen und wird nun bei etwa $67.900 gehandelt, nachdem es fünf Monate in Folge Verluste gegeben hat.
Der Fear & Greed Index liegt bei 14, was als Extreme Fear eingestuft wird. Berichten zufolge haben die realisierten Nettoverluste kürzlich über $13 Milliarden erreicht, ein Niveau, das den schlimmsten Phasen des Einbruchs von 2022 entspricht.
Im Jahr 2024 halfen Zuflüsse von rund $10 Milliarden, die Marktkapitalisierung zu steigern. Im Jahr 2025 flossen mehr als $300 Milliarden ein, während der Gesamtmarktwert schrumpfte. Diese ungewöhnliche Mischung aus hohen Zuflüssen und fallender Marktkapitalisierung deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck höher ist als die neuen Käufe.
How Rising Prices Are Masking a Quiet Shift in Bitcoin’s Structure
“The base scenario is that Bitcoin may already be entering winter, with higher prices and stronger structure delaying recognition.” – By @xwinfinance
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— CryptoQuant.com (@cryptoquant_com) February 11, 2026
Kapitalflüsse versus Kursentwicklung
Berichten zufolge sind die Kapitalflusszahlen das größte Problem für Optimisten. Geld floss in den Markt, aber der Wert fiel. Wer verkaufte in diese Nachfrage hinein? Große Inhaber, Papierhändler oder komplexe Derivate-Schalter könnten Gewinne mitgenommen oder Positionen abgesichert haben.
Die Daten allein nennen den Verkäufer nicht, aber das Muster ist ein Warnsignal. On-Chain-Messungen zeigen auch schrumpfende realisierte Gewinne, obwohl die Preise weit über den früheren Bärenmarkt-Niveaus liegen. Das schwächt tendenziell die innere Stärke des Marktes im Laufe der Zeit.
Stimmung und historische Parallelen
Einige Händler erinnern sich an eine Eigenart: Hohe nominale Preise lassen den Schmerz milder erscheinen. Niemand möchte das Chaos von 2022 erneut erleben. Berichten zufolge haben die Einführung von Spot-ETFs und ein tieferer institutioneller Zugang die Marktstruktur verändert, was vielen Vertrauen gibt.
Dennoch treten Stimmungswerte bei extremer Angst oft in der Nähe von Kapitulationspunkten auf. Es ist wichtig zu beachten, dass im Jahr 2022 die realisierten Verluste etwa fünf Monate vor dem Markttiefpunkt ihren Höhepunkt erreichten, was bedeutet, dass große Verluste einem endgültigen Tiefpunkt lange vorausgehen können.
Technische Muster und das größere Bild
Bitcoin verzeichnete vier aufeinanderfolgende Verlustmonate und einen Rückgang von 41% in diesem Zeitraum – eine Serie, die zuletzt 2018 und nicht 2022 zu beobachten war. Dieses Muster ist wichtig, da ähnliche Sequenzen in der Vergangenheit zu längeren Abschwüngen geführt haben.
Bitcoin an einem Scheideweg: XWIN erkennt frühe Anzeichen eines Krypto-Winters
Für XWIN Research ist die Botschaft klar: Der Preis allein definiert nicht den Zyklus. Entscheidend ist, wer kauft, wer verkauft und ob die Nachfrage das Angebot aufnehmen kann, ohne dass der Marktwert schrumpft.
Derzeit sieht dieses Gleichgewicht angespannt aus. Bis die Zuflüsse zu einem nachhaltigen Wachstum der Marktkapitalisierung führen und die realisierten Verluste deutlich abkühlen, glaubt das Unternehmen, dass der Markt mit Vorsicht statt mit Optimismus betrachtet werden sollte. Der Winter ist möglicherweise noch nicht vollständig eingetreten, aber basierend auf den Daten sinkt die Temperatur eindeutig.


