Flughäfen lockern Flüssigkeitsbestimmungen: CT-Scanner schaffen Erleichterung für Reisende
Reisende an deutschen Flughäfen können sich künftig über gelockerte Bestimmungen für Flüssigkeiten im Handgepäck freuen, da innovative CT-Technologie den Sicherheitscheck erleichtert. Am Frankfurter Flughafen, dem größten Deutschlands, dürfen Passagiere ab Mitte September auf ausgewählten Kontrollspuren Flaschen mit bis zu zwei Litern Inhalt mit sich führen. Die entscheidende Voraussetzung ist jedoch der Einsatz von Kontroll-Scannern, die mit moderner Computertomografie (CT) arbeiten. Da jedoch nicht alle Kontrollspuren mit dieser fortschrittlichen Technik ausgestattet sind, empfiehlt es sich für Flugreisende, weiterhin die bisherigen Vorschriften zu berücksichtigen.
Diese sahen seit 2006 vor, Flüssigkeiten nur in kleinen 100-Milliliter-Behältern im wiederverschließbaren Plastikbeutel zu transportieren. Die neuen Scanner, die eine dreidimensionale Durchleuchtung von Gepäckstücken ermöglichen, kommen ohne Verlust der Untersuchungsgeschwindigkeit aus. Auch der Münchener Flughafen testet die Technologie und hat bereits 20 CT-Scanner installiert, darunter im Terminal 2. Frankfurt verfügt über 40 dieser Geräte, die bereits in den Abflugbereichen A und Z im Einsatz sind.
Der vollständige Einsatz des innovativen Scanners orten die Verantwortlichen erst für das neue Terminal 3, das im Frühjahr 2026 eröffnet wird. Der Durchbruch für die Nutzung der neuen Scanner erfolgte im Juli durch die Entscheidung der Europäischen Union, die Technik nach einem erfolgreichen Software-Update freizugeben. Der britische Hersteller Smiths Detection liefert insgesamt rund 700 Geräte, die in 21 EU-Ländern zum Einsatz kommen. Am Berliner Flughafen BER werden derzeit alle neuen Geräte mit der erforderlichen Software ausgerüstet.
Einen weiteren Effizienzschub können die Ganzkörperscanner bieten, an denen Passagiere nicht mehr zu einem Stopp genötigt werden. Der Frankfurter Flughafen berichtet von verbesserten Wartezeiten seit Einführung eines solchen Geräts. Dies verkürzt nicht nur die Wartezeiten, sondern zeigt auch, wie technische Fortschritte den Luftverkehr angenehmer gestalten können.

