Flaute bei Windkraft: Nordsee-Auktion ohne Gebote
Die jüngste Auktion der Bundesnetzagentur für zwei Windkraftflächen in der Nordsee verlief enttäuschend. Erstmals in der Geschichte der Offshore-Windkraftauktionen in Deutschland wurden keine Gebote eingereicht, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. Die Flächen werden, dem Gesetz zufolge, im Juni 2026 erneut ausgeschrieben. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte an, die Eignung der Flächen kritisch zu prüfen. Zudem sollen die Ausschreibungsbedingungen möglicherweise überarbeitet werden. Die zwei betroffenen Flächen, N-10.1 und N-10.2 genannt, befinden sich zentral in Deutschlands ausschließlicher Wirtschaftszone. Die Reaktionen aus der Branche sind eindeutig. Stefan Thimm, Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie Offshore, bewertet das Szenario als vorhersehbaren Misserfolg. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) schloss sich dieser Einschätzung an. Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung, hob hervor, dass die Entwickler mit einer Vielzahl von Risiken kämpfen, darunter gestiegene Kosten und eine schwer einschätzbare Marktentwicklung. Die hohe Bebauungsdichte trägt zusätzlich zur Unsicherheit bei und mindert die Produktionseffizienz.

