Finanzielle Selbstprophezeiung: Warum Sprache über Geld entscheidend ist
Viele Menschen scheitern im Umgang mit Geld, weil sie überzeugt sind, dass sie schlecht darin sind. Diese Perspektive vertritt Abi Foster, eine britische Buchhalterin und Finanzpädagogin, die zudem das Buch "The Money Manual" geschrieben hat. Auf Business Insider äußerte sie sich dazu, wie Menschen sich selbst einreden, keine finanziellen Kompetenzen zu besitzen, was letztlich zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung führen kann.
Laut Foster spielt die Sprache, die wir im Zusammenhang mit Geld verwenden, eine fundamentale Rolle bei unseren finanziellen Angewohnheiten. Häufig nehmen junge Menschen die Emotionen und den Wortschatz ihrer Eltern in Bezug auf Finanzen auf, was sie bereits in jungen Jahren dazu bringt, Geld zu "fürchten." Ihr Wissen über Finanzen hat Foster ursprünglich durch ihre Ausbildung zur Buchhalterin erworben, jedoch betont sie, dass es keiner speziellen Ausbildung bedarf, um den Umgang mit Geld zu verstehen.
Bevor man in den Aktienmarkt einsteigt, empfiehlt sie, zunächst einmal einige Trading-Apps herunterzuladen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie diese funktionieren. Das gesamte Geld lediglich auf einem Girokonto zu belassen, ist laut Foster, "buchstäblich, das Geld den Banken zu überlassen." Sie schlägt vor, dass ein Sparkonto ausreichend Geld für drei bis maximal zwölf Monate Lebenshaltungskosten enthalten sollte, um dem Wertverlust durch Inflation vorzubeugen.
Investitionen sollten in Bereichen getätigt werden, die das persönliche Interesse wecken. So könnten Formel-1-Begeisterte beispielsweise in Aktien wie Ferrari investieren. Für langfristige Anlagestrategien rät Foster zu Indexfonds wie dem S&P 500. Wenn man finanziell dazu in der Lage ist, sei es laut Foster ratsam, die Beiträge zu Rentenplänen wie 401(k), IRA oder ähnlichem zu erhöhen, um von den Vorteilen des Zinseszinses zu profitieren.

