Figma feiert glanzvolles Börsendebüt in New York
Der Startschuss für Figma an der New Yorker Börse könnte beeindruckender kaum sein: Die Aktien des App- und Website-Gestaltungssoftware-Herstellers schossen nach ihrem Ausgabepreis von 33 Dollar auf erstaunliche 115,50 Dollar am Ende des ersten Handelstags. Dies entspricht einem Kursanstieg von 250 Prozent. Im nachbörslichen Handel legte die Aktie weiter zu und erreichte 143 Dollar. Mit diesem furiosen Einstand wird Figma nun mit über 50 Milliarden Dollar (57 Mrd Euro) bewertet.
Für Dylan Field, den 33-jährigen Mitgründer und CEO des Unternehmens, kommt das Börsendebüt einem goldenen Handschlag gleich. Durch den beachtlichen Anstieg des Aktienkurses avanciert Field zum Multimilliardär, da seine Vergütung an bestimmte Kurszielmarken gekoppelt ist. Diese erreichte das Unternehmen nun deutlich früher als erwartet. Bloomberg schätzt Fields Vermögen inzwischen auf rund sechs Milliarden Dollar.
Interessanterweise könnten Field und seine Weggefährten aus der Gründungszeit ihrem Erfolg den US-Wettbewerbshütern verdanken. Denn ursprünglich strebte Adobe den Erwerb von Figma für etwa 20 Milliarden Dollar an. Doch im Jahr 2023 zog Adobe angesichts wettbewerbsrechtlicher Bedenken der US-Behörden die Reißleine. Danach beschloss Figma, den Schritt an die Börse zu wagen.
Der dramatische Kursanstieg ist im Handel eher selten. Normalerweise streben die Banken bei der Preisfestlegung eine Balance zwischen attraktiven Einnahmen für die initialen Aktionäre und moderaten Kursgewinnen an. Im Fall von Figma entschied man sich jedoch bewusst für einen konservativen Ausgabepreis, obwohl die Nachfrage hoch war, berichtet das "Wall Street Journal".

