FFA fördert neue Projekte von Aslı Özge und Anna Brüggemann

Die FFA unterstützt 19 neue Drehbuch- und Treatmentprojekte mit insgesamt fast einer halben Million Euro.
Die Filmförderungsanstalt FFA hat in ihren ersten beiden Sitzungen des Jahres insgesamt 495.000 Euro kulturelle Entwicklungsförderung vergeben. Unterstützt werden 19 Filmprojekte, darunter fünf Drehbücher und 14 Treatments. Besonders prominent besetzt ist die Liste der geförderten Stoffe mit neuen Arbeiten von Aslı Özge, Anna Brüggemann und Aysun Bademsoy.
Jeweils 50.000 Euro Drehbuchförderung gehen unter anderem an Aslı Özges Drama Wildcat sowie an Anna Brüggemanns Episodenfilm Elfmal die Welt umrundet. Özge erzählt darin von einer türkischen Fabrikarbeiterin, die Anfang der 1980er-Jahre gegen die Benachteiligung migrantischer Arbeiter kämpft. Brüggemanns Film begleitet ein Paar über drei Jahrzehnte hinweg – allerdings ausschließlich im Auto. Ebenfalls gefördert wurden Johanna Thalmanns und Moritz Binders Sterneküchen-Drama She Chef, Gabriel Bihina Arrahnios Coming-of-Age-Geschichte Still war der Sommer sowie Réka Kincses’ schwarze Komödie Requiem For a Small-Town Lawyer.
Im Bereich der Treatmentförderung entfällt mehr als die Hälfte der Mittel auf dokumentarische Projekte. Unterstützung erhalten unter anderem Martina Priessners Film «Seda» über die NSU-2.0-Bedrohungen gegen die Anwältin Seda Başay-Yıldız, Natalija Yefimkinas Ukraine-Dokumentation «In der Erde» sowie Maik Lüdemanns essayistischer Film «Totalverweigerer» über soziale Ungleichheit. Auch Aysun Bademsoy erhält Förderung für «Deutsche Polizisten 2», das an ihren Film aus dem Jahr 1999 anknüpft.
Daneben fördert die FFA mehrere fiktionale Debüt- und Arthouse-Projekte. Dazu zählen Lina Sieckmanns «Die Zofe», Sandra Nedeleffs «Down Hunting» sowie Anna Wendts Drama «Dorothea» über die Schauspielerin Dorothea Neff, die während der NS-Zeit eine jüdische Freundin in Wien versteckte. Die angegebenen Summen beinhalten jeweils optionale Beratungsleistungen zur Stoffentwicklung. Bei Drehbüchern können zusätzlich bis zu 10.000 Euro, bei Treatments bis zu 2.500 Euro für dramaturgische Beratung eingesetzt werden.

