Fed-Vize warnt: Handlungsbedarf auf dem Arbeitsmarkt dringend
Die Federal Reserve steht möglicherweise vor der Herausforderung, die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt rechtzeitig zu unterstützen, wie Michelle Bowman, Fed Vice Chair for Supervision, kürzlich anmerkte. In ihren Ausführungen betonte sie die Dringlichkeit des Handelns, um auf die sich abzeichnende Schwäche des Arbeitsmarktes zu reagieren, und dabei die Inflationsrisiken hintanzustellen.
Bowman zeigte sich besorgt über die Gefahr, dass es bereits zu spät sein könnte, um auf die Verschlechterung der Arbeitsmarktbedingungen angemessen zu reagieren. Sollte sich die Lage weiter verschlechtern, sieht sie die Notwendigkeit, die Geldpolitik schneller und in größerem Ausmaß anzupassen.
Sollte die Nachfrage nicht steigen, könnten Unternehmen gezwungen sein, Arbeitsplätze abzubauen. Bowman, unter Präsidentschaft von Donald Trump ernannt und möglicher Kandidat für den Posten des Fed-Chefs, unterstützte kürzlich die Entscheidung für eine Zinssenkung um einen Viertelprozentpunkt.
Diese Entscheidung stand im Gegensatz zu Stephen Miran, einem neuen Gouverneur der Fed unter Trump, der für eine Reduzierung um einen halben Punkt plädierte. In der vergangenen Woche senkte die Fed den Leitzins um einen weiteren Viertelprozentpunkt, im Einklang mit der verstärkten Beachtung der Risiken für den Arbeitsmarkt.
Die Debatte unter den Fed-Beamten über das Tempo und den Umfang weiterer Zinssenkungen geht weiter, während man sich auch mit der Herausforderung auseinandersetzt, die Inflationsrate auf das Ziel von 2 % zurückzuführen, ohne das wirtschaftliche Wachstum oder die Beschäftigung stark zu beeinträchtigen.

