Fed-Entscheidung: Kaum Bewegung bei deutschen Bundesanleihen
Die Entwicklungen bei deutschen Staatsanleihen blieben am Mittwoch weitgehend unspektakulär, während die Finanzwelt gespannt auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) blickt. Der Euro-Bund-Future, ein wesentlicher Barometer dieser Anlagen, sank um bescheidene 0,03 Prozent und notierte bei 129,56 Punkten. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen hielt sich stabil bei 2,62 Prozent.
Angesichts der ausstehenden geldpolitischen Beschlüsse der Fed am Abend rechnet der Markt mit wenig Dynamik bei Staatsanleihen. Es wird allgemein erwartet, dass die Fed ihren Leitzins um weitere 0,25 Prozentpunkte senken wird, nachdem sie bereits im September eine Senkung vorgenommen hatte. Der aktuell teilweise Stillstand von US-Regierungsbehörden hat zu einem spärlichen Fluss an Konjunkturdaten geführt. Dies veranlasst die Experten der Helaba zu der Einschätzung, dass die Fed bei ihrer Entscheidungsfindung „datenseitig zu einem Großteil im Blindflug“ agiert.
Im Anlegerfokus stehen neben der Zinsentscheidung insbesondere die Stellungnahme der Fed sowie die Erläuterungen von Fed-Chef Jerome Powell während der anschließenden Pressekonferenz. Laut Helaba wird es spannend zu beobachten sein, ob die Fed in ihrer Kommunikation andeutet, dass auch im Dezember eine Zinssenkung zu erwarten ist. Derzeitig rechnet der Finanzmarkt fest damit, dass im Dezember eine weitere Leitzinssenkung erfolgen wird.

