Fachbeitrag: Altersvorsorge – Finanzielle Unabhängigkeit im Ruhestand sichern
Der Duden definiert die Rentenlücke als „sich auf den gewohnten Lebensstil spürbar auswirkende Differenz zwischen dem Einkommen während der Erwerbstätigkeit und der Rente“.
Herrsching, 13.08.2025 (PresseBox) -
Einleitung
Die gesetzliche Rente galt lange als Garant für einen sorgenfreien Lebensabend. Doch der demografische Wandel, steigende Lebenserwartung und sinkende Geburtenraten setzen das System unter Druck. Immer deutlicher wird: Wer im Alter seinen gewohnten Lebensstandard halten möchte, muss zusätzlich vorsorgen. Altersvorsorge ist heute nicht mehr nur ein optionales Thema, sondern eine zwingende Notwendigkeit – und erfordert eine frühzeitige, strategische Planung.
Aktuelle Situation
Das deutsche Rentensystem basiert auf dem Umlageverfahren: Die Beiträge der aktuell Erwerbstätigen finanzieren die Renten der heutigen Ruheständler. Doch das Verhältnis verschiebt sich dramatisch – immer weniger Beitragszahler stehen immer mehr Rentenempfängern gegenüber.
- Rentenniveau: Derzeit weniger als 50% des durchschnittlichen Nettolohns (nach Sozialabgaben, vor Steuern).
- Prognosen: Ohne Reformen könnte das (Netto-) Rentenniveau langfristig weiter sinken.
- Inflationsrisiko: Kaufkraftverluste verschärfen die Lücke zwischen Einkommen im Berufsleben und der späteren Rentenzahlung zusätzlich.
- Versorgungslücke erkennen: Viele überschätzen ihre zukünftige gesetzliche Rente nach allen Abzügen und Steuern.
- Zinsumfeld: Niedrigzinsen erschwerten über Jahre den Vermögensaufbau, während steigende Zinsen neue Chancen für Sparer mit sich bringen.
- Lange Anlagezeiträume: Frühzeitige Entscheidungen wirken sich über Jahrzehnte aus. Gleichzeitig gilt, dass Fehler später viel Geld kosten könnten.
- Komplexität der Produkte: Zwischen Riester, Rürup, betrieblicher Altersvorsorge und privaten Anlageformen fällt die Wahl schwer.
Beispiel: Arbeitnehmer, heute 40 Jahre, aktuelles Jahresbrutto liegt bei: 50.493 € p.a.
Die Berechnung wurde mit dem „Rentenschätzer“ der Deutschen Rentenversicherung vorgenommen.
- Prognostizierte gesetzliche Rente: 1.835,55 € monatlich (bei bspw. 45 Entgeltpunkten) abzüglich Sozialabgaben und Steuern.
- Aktuelles monatliches Nettoeinkommen (Steuerklasse 3): ca. 3.050 €
- Gewünschtes Ruhestandseinkommen: 2.440 € monatlich (80 % des aktuellen bzw. letzten Nettoeinkommens).
- Monatliche Lücke: mind. 604,45 €
- Über 20 Jahre Ruhestand: 604,45 € × 12 × 20 = 145.068 € zusätzlich benötigtes Kapital – ohne Inflation und ohne die Rentenabzüge.
Weitere Info: Die durchschnittliche Altersrente für Neurentner 2024 betrug1.135 € (alte Bundesländer) und 1.243 € (neue Bundesländer).
Lösungen zur Schließung der Lücke
- Private Vorsorge
- Klassische Renten- oder Lebensversicherungen.
- Fondssparpläne oder ETFs mit langfristigem Anlagehorizont und regelmäßigen Sparbeiträgen (für den sog. „Cost-Average-Effekt“).
- Betriebliche Altersvorsorge (bAV)
- Steuer- und sozialabgabenbegünstigte Entgeltumwandlung.
- Eventuelle Arbeitgeberzuschüsse nutzen.
- Staatlich geförderte Vorsorge
- Riester-Rente: Besonders für Familien mit Kindern attraktiv durch Zulagen.
- Rürup-Rente: Steuerliche Absetzbarkeit für Selbstständige und Gutverdiener.
- Sachwertorientierte Anlagen
- Immobilien, Beteiligungen oder Edelmetalle als Inflationsschutz.
- Frühzeitiger Beginn & Dynamik
- Zinseszinseffekt nutzen.
- Beiträge regelmäßig an Einkommensentwicklung anpassen.
Die gesetzliche Rente allein wird in Zukunft für viele nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Wer heute handelt, kann jedoch mit einer durchdachten Kombination aus staatlicher, betrieblicher und privater Vorsorge eine solide finanzielle Basis schaffen. Entscheidend sind ein früher Start, eine realistische Zielplanung und eine breite Streuung der Anlageformen. Altersvorsorge ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess – und der Schlüssel zu einem selbstbestimmten, sorgenfreien Ruhestand. Da dieses Thema komplex ist, sich die persönlichen Pläne und Ziele ändern können, die steuerlichen und rechtlichen Gegebenheiten unterschiedlich sind und es regelmäßig neue/andere Sparformen gibt, empfehlen wir eine persönliche bzw. individuelle Beratung mit konkreten Angeboten. Auf der Basis fällt es deutlich leichter zu entscheiden, wie man die Rentenlücke teilweise oder sogar ganz schließen möchte.
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