EZB-Signale stützen Euro: Dollar unter Druck nach US-Konjunkturdaten
Der Euro konnte seine Tagesgewinne im US-Handel am Donnerstag erfolgreich behaupten. Insbesondere die geldpolitischen Signale der Europäischen Zentralbank unter der Führung von Christine Lagarde zeigten unterstützende Wirkung auf die Gemeinschaftswährung. Während der europäische Handelssitzung erreichte der Euro ein Hoch von 1,1746 US-Dollar und blieb nahe diesem Niveau stabil. Die EZB ließ die Leitzinsen unverändert, was Analysten als Signal werteten, dass kurzfristig keine Zinssenkungen zu erwarten sind.
Christine Lagarde betonte, dass die Wachstumsrisiken nun ausgewogener erscheinen und der Disinflationsprozess in der Eurozone zu einem Ende komme. Eckhard Schulte von MainSky Asset Management kommentierte, dass die EZB mit dem aktuellen Zinsniveau zufrieden sei und keinen Anlass für eine Änderung sehe. Der Markt schien daraufhin weitere Zinssenkungen auszuklammern.
Auf der anderen Seite drückten Konjunkturdaten den Dollarwert. Besonders die deutlich gestiegenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der letzten Woche überraschten negativ. Schwache Arbeitsmarktdaten weckten die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen in der kommenden Woche senken könnte. Selbst der inflationäre Anstieg in den USA entsprach trotz seiner Höhe den Erwartungen. Über das Jahr gesehen erreichte die Inflationsrate 2,9 Prozent und lag damit über dem Fed-Ziel von 2 Prozent. Dennoch äußerte Commerzbank-Analyst Bernd Weidensteiner die Ansicht, dass die kommende Zinssenkung der Fed trotz der Zahlen als nahezu gesichert gilt und der Fokus nun klar auf dem Arbeitsmarkt liege.

