Exportkrise in den USA: Deutsche Ausfuhren schwächeln
Deutschen Exporteuren steht ein holpriger Oktober ins Haus, vor allem im für sie zentralen US-Geschäft. Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden gingen die Exporte in die USA kalender- und saisonbereinigt auf 11,3 Milliarden Euro zurück. Dies entspricht einem deutlichen Minus von 7,8 Prozent im Vergleich zum September. Diese Negativentwicklung folgt auf eine Phase der Erholung, was die Sorge um Deutschlands wichtigste Exportdestination schürt.
Im Gegensatz dazu konnten die Exportaktivitäten innerhalb Europas im Oktober an Fahrt aufnehmen. Hier stiegen die Exporte in die EU um 2,7 Prozent und erreichten damit die Marke von gut 76 Milliarden Euro. Währenddessen zeigten sich die Geschäfte mit China weniger dynamisch und verzeichneten einen Rückgang um 5,8 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Insgesamt wuchsen die deutschen Exporte im Oktober nur marginal um 0,1 Prozent, während die Importe um 1,2 Prozent sanken.
Die gegenwärtigen Herausforderungen für deutsche Exporteure reichen von den erhöhten Zöllen der USA unter der Regierung von Donald Trump über den Wettbewerb mit China bis hin zu den Auswirkungen eines starken Euro, der deutsche Produkte im Ausland teurer macht. Obwohl im Sommer eine grundsätzliche Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und der EU erzielt wurde, geht diese mit deutlich höheren Zöllen für viele Produkte, zum Beispiel Autos, einher.
Die Wichtigkeit der USA als Deutschlands bedeutendster Exportmarkt wird auch durch historische Tiefstände unterstrichen, wie etwa den niedrigsten Exportwert seit November 2011, der im August verzeichnet wurde. Diese Entwicklungen geben Anlass zur Sorge, wenngleich viele Marktanalysten auf positive Impulse für die deutsche Wirtschaft hoffen.

