Existenzängste deutscher Unternehmen auf dem Vormarsch: Ifo-Umfrage offenbart kritische Lage
Alarmierende Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft: Laut einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts sieht sich jedes zwölfte Unternehmen im Land ernsthaft in seiner Existenz bedroht. Dies entspricht einem Anstieg auf 8,1 Prozent der Firmen, die ihre Situation als kritisch bewerten, verglichen mit 7,3 Prozent im Oktober des Vorjahres. Klaus Wohlrabe, der Leiter der Ifo-Umfragen, erwartet, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auch künftig auf einem hohen Niveau bleiben wird.
Die häufigsten Ursachen, die branchenübergreifend genannt werden, sind fehlende Aufträge und finanzielle Engpässe, gefolgt von gestiegenen Betriebs- und Personalkosten sowie zunehmender Bürokratie. Besonders stark betroffen ist der Einzelhandel, wo 15 Prozent der Unternehmen von erheblichen wirtschaftlichen Problemen berichten.
Erfreulichere Nachrichten hingegen kommen aus der Industrie, deren kritische Prozentsätze leicht von 8,6 auf 8,1 Prozent zurückgegangen sind. Auch die Bauwirtschaft zeigt mehr Optimismus, ausgelöst durch eine gesteigerte Bautätigkeit. Die Zahl der Bauunternehmen mit gravierenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten sank von 7,9 Prozent im Vorjahr auf derzeit 6,3 Prozent. Die Umfrageergebnisse basieren auf monatlichen Konjunkturerhebungen des Ifo-Instituts, bei denen mehrere tausend Unternehmen befragt werden.

