Europas Sicherheit auf dem Prüfstand: Macrons eindringliche Warnung vor Russlands Einfluss
Präsident Emmanuel Macron äußert sich besorgt über die zunehmende Bedrohung Europas durch Russland. Laut einem Interview mit der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' beschreibt er Russland neben dem Terrorismus als größte strukturelle Gefährdung für die europäische Sicherheit. Die russischen Praktiken reichen von der Einmischung in Wahlprozesse, über Cyberattacken, bis hin zur Manipulation von Migrationsbewegungen als Druckmittel. Zudem stellt er fest, dass Russland die europäische Luftverteidigung herausfordert und seine Nuklearstrategie angepasst hat.
Macron hebt die unterschätzte Gefahr der Einflussnahme auf die öffentliche Meinung hervor, indem Russland gezielt Falschinformationen streut – als Beispiel nennt er vermeintliche Bettwanzenplagen in Frankreich. Europa müsse sich der Anfälligkeit seiner offenen Gesellschaften bewusst werden und realisieren, dass die russische Geheimdiensttätigkeit in den Demokratien ungehindert wachse. Diese Agenten, die als 'digitale Bots' bezeichnet werden, nähmen Einfluss auf die demokratische Stabilität in Frankreich, Deutschland und ganz Europa.
Der französische Präsident räumt ein, dass die Bedrohung Russlands lange verleugnet wurde. Trotz wirtschaftlicher Schwäche und rückläufiger Bevölkerungszahlen sei Russland schnell in der Waffenproduktion und ein beständiger Gegner. Die Zeiten des abrupten Übergangs von Frieden zu Krieg seien vorbei; heute herrsche eine permanente Konfrontation. Auf die strategische Frage eines möglichen Abschusses russischer Flugzeuge im europäischen Luftraum bleibt Macron vage, jedoch entschlossen im Umgang mit dem Kreml.

