Europas Innovationsschub: Hypersonica testet Hyperschallrakete erfolgreich
Ein bemerkenswerter Fortschritt in der europäischen Raumfahrttechnologie: Das deutsch-britische Start-up Hypersonica hat kürzlich den erfolgreichen Test seiner ersten Hyperschallrakete bekannt gegeben. Der Prototyp namens HS1, der ohne Sprengkörper ausgestattet ist, startete am 3. Februar vom norwegischen Weltraumbahnhof Andøya und erreichte beeindruckende Geschwindigkeiten von Mach 6, was über 7.400 Kilometern pro Stunde entspricht. Der Testflug erstreckte sich über eine Distanz von 300 Kilometern und markiert einen bedeutenden Schritt hin zur angestrebten Serienreife bis 2029.
Hypersonica setzt damit in der internationalen Rüstungslandschaft ein Ausrufezeichen, da bislang nur wenige Nationen – darunter China, Russland und die USA – über Hyperschallraketen verfügen oder an deren Entwicklung arbeiten. Geführt wird das Unternehmen, dessen Hauptsitz in München liegt, von den Gründern Philipp Kerth und Marc Ewenz. Sie bringen beeindruckende akademische Hintergründe von der renommierten Universität Oxford in das Projekt ein.
Die Hyperschalltechnologie, deren Ursprünge bis in die 1930er Jahre zurückreichen, ist dafür bekannt, dass sie aufgrund ihrer extremen Geschwindigkeit schwer abzufangen ist. Hypersonica strebt an, bis 2029 Europas erste souveräne Hyperschall-Fähigkeit zu etablieren, wohl wissend um die politische und militärische Dimension dieser Technologie. Geschäftsführer Philipp Kerth betont, dass die Herausforderung weniger im Antrieb liege als vielmehr in der Steuerbarkeit der Rakete bei Hyperschallgeschwindigkeit.
Der Testflug diente insbesondere dazu, wertvolle Daten unter extremen Bedingungen, wie etwa hoher Hitze, zu sammeln. Das Vorbild Space X motiviert Hypersonica, die Entwicklungszeiten drastisch zu reduzieren. Mit einem bereits verzeichneten Erfolg in nur neun Monaten von der Planung bis zum Test ist das Start-up auf einem vielversprechenden Kurs.

