Europas Industrie fordert Pandemiemodell für Wirtschaftsstärkung
Europas Wirtschaftsspitzen haben angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen einen dringenden Appell für ein entschlossenes politisches Vorgehen im Stile der Corona-Pandemie an die EU-Staats- und Regierungschefs gerichtet. Eine bei einem Industriegipfel in Antwerpen verabschiedete Erklärung betont die Notwendigkeit, die Covid-erprobte Führungsstärke zur Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit zu reaktivieren.
Bei dem Treffen versammelten sich Vertreter der Industrie mit hochrangigen EU-Politikern, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Der Vorstandsvorsitzende von BASF, Markus Kamieth, mahnte, dass Europa immer noch zu zögerlich bei der Umsetzung mutiger wirtschaftlicher Lösungen verfahre.
Die europäische Industrie stünde unter beispiellosem Druck, so Kamieth. Die Erklärung der Industrieverband fordert deutliche Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten sowie den Abschluss globaler Freihandelsabkommen, um den Export europäischer Waren zu steigern. Zusätzlich sollen bei öffentlichen Ausschreibungen vermehrt europäische Produkte bevorzugt werden.
Rückblickend auf die Pandemie wurde betont, wie ein milliardenschwerer EU-Fonds dabei half, die wirtschaftlichen Auswirkungen zu mildern und die Modernisierung voranzutreiben. Damals einigten sich die EU-Staaten, erstmalig in großem Umfang gemeinsame Schulden aufzunehmen, um das Wachstum wieder zu fördern und die wirtschaftliche Erholung zu beschleunigen.

