Europas Aktienmärkte: Zwischen Zurückhaltung und Hoffnungsschimmern
Der europäische Aktienmarkt zeigte sich zum Wochenschluss von seiner abwartenden Seite. Während die Anleger eine Atempause einlegten, sah Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar von RoboMarkets in der leichten Konsolidierung zum Wochenende ein positives Signal für die kommende Handelswoche.
Der EuroStoxx 50 bewegte sich nur minimal, mit wenig veränderten Kursen am späten Vormittag. Ein leichter Anstieg von 0,1 Prozent war hingegen beim Schweizer SMI zu verzeichnen, während der britische FTSE 100 um 0,13 Prozent nachgab.
Spannung verspricht der Dienstag, wenn die US-Berichtssaison beginnt. Die Erwartungen sind hoch, jedoch nicht unerreichbar, so Molnar.
Einen Hoffnungsschimmer bot der Automobilsektor. Stellantis konnte im dritten Quartal seine Auslieferungen um beeindruckende 13 Prozent steigern, insbesondere dank des starken US-Marktes, wo der Absatz um 35 Prozent zulegte. Die Reaktion der Börse fiel mit einem Kursgewinn von 1,6 Prozent positiv aus.
Auch Volkswagen zeigte Fortschritte, wobei die Verkäufe von Elektroautos in Europa und den USA deutlich anzogen, was sich leicht positiv auf den Aktienkurs auswirkte.
Die Luxusgüterbranche setzte ihren Aufwärtstrend fort, getrieben durch optimistische Erwartungen hinsichtlich des chinesischen Marktes. Aktien von Kering stiegen um 2,6 Prozent, während LVMH mit einem Plus von 0,8 Prozent folgte.
Rohstoffwerte hingegen gaben nach, mit ArcelorMittal, dessen Aktie nach einer Abstufung durch Goldman Sachs um drei Prozent fiel. Auch der Ölsektor zeigte Schwächen. Ölmarkt-Expertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank verwies auf das stark gestiegene Ölangebot, was die Ölpreise seit Jahresbeginn um etwa zwölf Prozent sinken ließ.

