Europäische Stahlindustrie: EU-Kommission plant schärfere Maßnahmen
Die Europäische Kommission plant konkrete Schritte zur Unterstützung der kriselnden Stahlindustrie in Europa. Ein neuer Vorschlag soll die unfairen Auswirkungen globaler Überkapazitäten im Stahlsektor bekämpfen. Laut einer Sprecherin der Kommission könnten im Zentrum der Überlegungen deutliche Erhöhungen der Zolltarife auf Stahlimporte stehen.
Der Industrieverband Eurofer berichtete, dass im Jahr 2024 etwa 27 Millionen Tonnen Stahl in die EU eingeführt wurden. Die bedeutendsten Lieferanten sind die Türkei, Südkorea, Indien, Vietnam, Taiwan und China, deren Billigimporte zunehmend die lokale Produktion unter Druck setzen.
Deutschland nimmt innerhalb der EU eine führende Position in der Stahlproduktion ein. Die Branche kämpft jedoch mit der schwächelnden Nachfrage aus Schlüsselindustrien wie der Autoherstellung. Zudem belasten gestiegene Energiepreise und die Kosten für den Übergang zu einer nachhaltigeren Produktionsweise die Wettbewerbsfähigkeit.

