Europäische Energiekonzerne unter Druck durch fallende Ölpreise

Der anhaltende Rückgang der Ölpreise belastet den französischen Energieriesen Totalenergies und seine Mitbewerber im europäischen Markt erheblich. Als Reaktion darauf hat Totalenergies angekündigt, die Frequenz ihrer Aktienrückkäufe vorerst zu verringern. Diese Entscheidung reiht sich in eine Serie von Herausforderungen für Investoren ein, die in einem Umfeld sinkender Ölpreise auf positive Meldungen hoffen.
Für das erste Quartal hat das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 750 Millionen US-Dollar bekanntgegeben. Zum Vergleich: Im letzten Quartal des vorherigen Jahres erwarb das Unternehmen eigene Aktien im Volumen von 1,5 Milliarden US-Dollar. Der französische Konzern ist damit der letzte der großen europäischen Öl- und Gasproduzenten, neben den Giganten Shell und BP, der seine aktuellen Geschäftsergebnisse präsentiert.
Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn von Totalenergies fiel im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 3,84 Milliarden US-Dollar, eine Entwicklung, die im Rahmen der Analystenerwartungen lag. Trotz des Rückgangs hält das Unternehmen an seiner Quartalsdividende von 0,85 Euro pro Aktie fest.
Interessanterweise projiziert Totalenergies einen Brent-Rohöl-Referenzpreis von 60 US-Dollar pro Barrel für das Jahr 2026. Gleichzeitig hat das Unternehmen angekündigt, die Aktienrückkäufe im Laufe des Jahres in Abhängigkeit von der Preisentwicklung anzupassen. Aktuell notiert Brent bei etwa 69 US-Dollar pro Barrel.

