Europäische Börsen zeigen sich robust zu Wochenbeginn
Die europäischen Aktienmärkte starten optimistisch in die neue Woche, angesichts einer weiterhin angespannten globalen Lage, die sowohl geopolitische Spannungen als auch eine drohende Haushaltssperre in den USA umfasst. Der EuroStoxx 50 legte gegen Mittag um 0,2 Prozent auf 5.510 Punkte zu. Abseits der Eurozone kletterte der Schweizer SMI um 0,4 Prozent auf 11.977 Punkte, während der britische FTSE 100 um 0,6 Prozent auf 9.339 Punkte zulegte.
Besonders im Pharmasektor gab es am Montag nennenswerte Entwicklungen. So verzeichnete GSK aus Großbritannien einen Anstieg von 2,4 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass die jetzige CEO Emma Walmsley das Amt an Luke Miels übergibt. Ein beeindruckender Kurssprung gelang dem belgischen Pharmakonzern UCB mit einem Plus von bis zu 20 Prozent, was auf enttäuschende Studienergebnisse des Konkurrenten Moonlake zurückzuführen ist. Bei Astrazeneca stieg der Kurs um 0,7 Prozent, da das Unternehmen plant, seine regulären Aktien künftig auch in New York zu handeln, ohne den Firmensitz in Großbritannien zu verlegen.
Spannung herrschte auch bei einer Deal-Ankündigung im Biotech-Sektor: Genmab unterbreitete ein Übernahmeangebot für das US-Unternehmen Merus, was deren Aktie um 38 Prozent steigen ließ. Genmab selbst musste jedoch einen Kursrückgang von 2,3 Prozent hinnehmen.
In der Technologiebranche setzte sich der positive Trend fort. So erzielten STMicro und Infineon Kursgewinne von bis zu 1,9 Prozent. Der Tech-Investor Prosus führte mit einem Zuwachs von 2,1 Prozent die Riege im EuroStoxx an. Dagegen verzeichneten Banken wie BBVA und Unicredit Verluste von bis zu 1,5 Prozent. Ebenfalls im Rückgang befanden sich Totalenergies, dessen Aktien um 1,3 Prozent fielen, nachdem der Verkauf von Solar-Aktivitäten in Nordamerika angekündigt wurde.
Weitere Nachrichten betrafen Personaländerungen bei Stellantis und Pets at Home, die neue Finanzchefs ankündigten und deren Aktien um jeweils 0,4 und 1,9 Prozent zulegten. Der Online-Broker CMC Markets profitierte von einer Ausweitung seiner Partnerschaft mit Westpac, was zu einem Kursanstieg von sechs Prozent führte.

