Europäische Börsen zeigen Geduld: Leichte Aufwärtsbewegungen trotz drohendem US-Shutdown
Die europäischen Aktienmärkte erlebten am Montag einen verhaltenen Wochenstart, während die Anleger mit Bedacht agierten. In der Schweiz konnte man hingegen eine etwas kräftigere Kursrally beobachten. Der unsichere geopolitische Kontext und finanzpolitische Spannungen in den Vereinigten Staaten minderten die Risikofreude der Investoren. In den USA könnte ein haushaltsbedingter Regierungsstillstand drohen, sofern keine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern erzielt wird. Hinzu kommen bedeutende US-Wirtschaftsdaten, darunter der entscheidende Arbeitsmarktbericht am Freitag.
Der EuroStoxx 50, als Leitindex der Euroregion, verbuchte ein minimales Plus von 0,13 Prozent und schloss mit 5.506,85 Punkten. Ein vergleichbares Szenario spielte sich in Frankreich und Deutschland ab. Jenseits des Euroraums konnte der britische FTSE 100 einen leichten Zuwachs von 0,16 Prozent auf 9.299,84 Punkte verzeichnen, während der SMI in der Schweiz dank eines Anstiegs von 0,64 Prozent die Marke von 12.000 Punkten überwand. Der Kursgewinn des Schweizer Riesen Nestlé trug maßgeblich zu diesem Erfolg bei.
Sollten die politischen Lager in den USA keinen Konsens über einen Übergangshaushalt und die Anhebung der Schuldenobergrenze finden, sind weitreichende Folgen zu erwarten. Präsident Donald Trump zeigte bisher kaum Kompromissbereitschaft, will sich jedoch mit der oppositionellen Führung vermengen. Trotz der verhärteten Fronten ist die Verantwortung für die potenziellen Massenentlassungen in der US-Verwaltung umstritten und wird von Trump deutlich angeprangert.

