Europäische Börsen in Wartestellung - Positive Einzelbewertungen sorgen für Bewegung

Die Aktienmärkte Europas verharrten am Dienstag in einer abwartenden Haltung. Laut Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets konzentrieren sich die Investoren nach Turbulenzen in den Edelmetall- und Kryptomärkten wieder vermehrt auf Unternehmenskennzahlen und bevorstehende Konjunkturdaten. 'Störfaktoren der vergangenen Woche schwinden und geopolitische Spannungen rücken in den Hintergrund, wodurch die Volatilität am Aktienmarkt allmählich wieder normale Ausmaße annimmt.'
Der EuroStoxx 50, als Leitindex der Eurozone, konnte zwischenzeitlich nahe an ein neues Rekordniveau vordringen, erreichte aber zur Mittagszeit 6.061,47 Punkte und stagnierte damit.
Jenseits der Eurozone verlor der britische FTSE 100 um 0,37 Prozent und notierte bei 10.348,23 Punkten, während der Schweizer SMI um 0,12 Prozent auf 13.522,52 Punkte zulegte.
Erfreuliche Einzelwerte sorgten dagegen für stärkere Kursbewegungen. Besonders positiv fiel die Reaktion der Anleger auf Kering aus. Der Aktienkurs schoss in Paris um zwölf Prozent nach oben, da der Luxusgüterkonzern einen ermutigenden Aufschwung im vierten Quartal verzeichnete. Analysten von der Deutschen Bank erkennen darin den Beginn einer nachhaltigen Erholung.
Philips erfreute sich ebenfalls großer Nachfrage mit einem Plus von über sieben Prozent. JPMorgan lobte die besser als erwarteten Quartalsergebnisse, und Jefferies begrüßte optimistische Prognosen für die Jahre 2026 und 2028.
Auch Astrazeneca konnte überzeugen: Der Pharmariese plant nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr eine Fortsetzung seines Wachstumskurses und eine Steigerung der Gewinne, woraufhin die Aktie um 0,7 Prozent stieg.
In der Chemiebranche waren die Aussichten verhalten positiv. Analystin Georgina Fraser von Goldman Sachs sieht erste Zeichen einer konjunkturellen Belebung und hob unter anderem das Kursziel für BASF an, was die Aktie um 3,8 Prozent steigen ließ.
Weniger glücklich verlief der Tag für BP. Der britische Ölkonzern will aufgrund verschärfter Kostensparmaßnahmen und der Einstellung von Aktienrückkäufen überschüssige Gelder in die Bilanzstärkung investieren. Trotz an Erwartungen entsprechenden Ergebnissen sank die Aktie um über vier Prozent.

