Europäische Anleihenmärkte im Fokus: Trump-Zölle sorgen für Spannung
Am Mittwoch konnten die deutschen Bundesanleihen leicht zulegen. Der für die Richtung maßgebliche Euro-Bund-Future erhöhte sich am Vormittag um 0,06 Prozent auf 129,41 Punkte, während die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,67 Prozent fiel. Der Blick der Finanzwelt richtet sich derzeit auf die bevorstehenden Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump zu neuen Zöllen, die um 22 Uhr MESZ erwartet werden.
Trump beabsichtigt, eine neue Runde umfassender Zölle vorzustellen. In der Vergangenheit verwies er auf das Konzept wechselseitiger Zölle, das darauf abzielt, die Zollrate der USA dort anzuheben, wo sie im Vergleich zu ihren Handelspartnern niedriger ist. Allerdings bleibt offen, ob die US-Regierung tatsächlich pauschale Zölle einführen wird. Auch wenn Vertreter der Trump-Administration zukünftige Verhandlungen nicht ausgeschlossen haben, heben Analysten der Dekabank die Bedeutung der begleitenden Rhetorik hervor. Diese könnte erste Hinweise darauf liefern, inwiefern Handelsabkommen erreicht werden könnten.
Obwohl die Kapitalmärkte und Unternehmen Ungewissheit missbilligen, bleibt zweifelhaft, ob durch die heutige Ankündigungen Klarheit geschaffen wird. In den nachfolgenden Stunden und Tagen dürfte mit verhaltenen Antworten in Form von Gegenmaßnahmen seitens China, der EU und Kanada zu rechnen sein. Auf dem europäischen Konjunkturkalender stehen heute keine marktrelevanten Daten an. Hingegen erwarten die USA später am Tag den Beschäftigungsbericht des privaten Instituts ADP für den Monat März, gefolgt vom offiziellen Regierungsbericht am Freitag. Auch Zahlen zu den Industrieaufträgen stehen zur Veröffentlichung an.

