Europa in der Zwickmühle: Grönland-Konflikt als Herausforderung für internationale Diplomatie
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge übt Kritik an der CDU und deren Umgang mit dem Anspruch der USA auf Grönland. Ihrer Ansicht nach sorgt insbesondere die Haltung von US-Präsident Donald Trump für internationale Spannungen, da er offenbar der Überzeugung ist, dass internationales Recht keine Rolle spielt, sondern allein seine Entscheidungen den Handel bestimmen. Vor Beginn einer Fraktionsklausur in Berlin fordert Dröge deshalb Antworten von der Europäischen Union und der Bundesregierung.
Insbesondere in der CDU sieht Dröge einen fehlenden Kurs und eine innere Zerstrittenheit, die die Position Deutschlands in diesem Konflikt schwächt. Außenminister Johann Wadephul (CDU) sieht sich dabei mit der Frage konfrontiert, ob seine diplomatischen Bemühungen der Realität standhalten können. Auch CDU-Fraktionschef Jens Spahn wird von Dröge dafür kritisiert, die Situation zu beschönigen.
Trump hat angedroht, weitere Zölle gegen Deutschland und andere europäische Länder zu verhängen, solange kein Abkommen über den Kauf von Grönland erreicht wird. Außenminister Wadephul betont jedoch die Bündnistreue der USA zur NATO und kündigt eine europäische Reaktion auf etwaige US-Zölle an.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte im Sommer mit Trump eine Vereinbarung erreicht, die zwar massive Zollerhöhungen abwendete, jedoch den Handel mit fossilen Energien deutlich zugunsten der USA verschob. Dröge kritisiert diese Abhängigkeit von fossiler Energie aus den USA als klimaschädlich und sicherheitspolitisch riskant und fordert daher eine Rückabwicklung dieses Teils der Vereinbarung.

