Europa-Challenge des Automobilclub KS e.V. und seiner Partner im EAC
Der Schlüssel ist eine verlässliche Mobilität – alltagstauglich, bezahlbar, grün

03. Juli 2025, 13:10 Uhr · Quelle: LifePR
Im Rahmen der Europa-Challenge des EAC untersuchten vier Automobilclubs die Nachhaltigkeit, Kosten und Reisezeiten verschiedener Verkehrsmittel von Deutschland zur kroatischen Adriaküste. Während das E-Auto umweltfreundlicher war, wies das Flugzeug die schnellste Reisezeit auf, jedoch mit dem höchsten CO2-Ausstoß.

München, 03.07.2025 (lifePR) - Nach präziser Planung und mit viel Pioniergeist starteten die vier in der Interessengemeinschaft EAC (European Automobile Clubs) vereinten Automobilclubs ACV, ARBÖ, ARCD und KS im Mai ihre große Europa-Challenge mit vier Verkehrsmitteln aus der Mitte Deutschlands bis an die kroatische Adriaküste. Die entscheidende Frage: Wie schnell, günstig, bequem und klimafreundlich ist jedes Verkehrsmittel auf der 1.200 Kilometer langen Strecke von Frankfurt nach Zadar. Der Automobilclub KS e.V. hat die Antwort.

Klimafreundliche Mobilität steht hoch im Kurs – entsprechend voll im Gang ist die Transformation der Mobilität. Doch im Fall der Fälle, wie bei einem anstehenden Urlaub, wird meist weniger auf Kriterien wie Nachhaltigkeit bzw. Klimafreundlichkeit geachtet. Stattdessen wird auf das Verkehrsmittel zurückgegriffen, das schon immer auf der individuellen Prioritätenliste des Nutzers ganz oben steht – egal, ob es tatsächlich schneller, günstiger, bequemer oder nachhaltiger ist als ein anderer Verkehrsträger. Um hier Klarheit durch reale Bedingungen zu schaffen, starteten die vier im EAC vereinten Automobilclubs ACV, ARBÖ, ARCD und KS im Mai dieses Jahres ihre Europa-Challenge mit E-Auto, Verbrenner, Bahn und Flugzeug (vgl. auch https://youtu.be/yPCfIX9ldjI? si=rkXhDpDHHi1n2JY_). Der Anspruch der Interessengemeinschaft Europäische Automobilclubs (EAC) und seiner Mitgliedsclubs: die realen Reisebedingungen selbst zu durchleben, die Vor- und Nachteile jedes Verkehrsträgers zu erspüren sowie Empfehlungen für den ein oder anderen Reisenden aussprechen, aber auch Forderungen an die Politik richten zu können.

Stromer und Benziner nahezu zeitgleich am Ziel

Gemeinsamer Startpunkt am 13. Mai: Sulzbach im Taunus unweit der Metropole Frankfurt inmitten von Deutschland gelegen. Während sich der ARBÖ mit seinem Technischen Leiter Karl Baldinger und Gelu Resanescu-Arcan, Prüfzentrumsleiter ARBÖ Donaustadt, mit einem Verbrennerfahrzeug – einem benzinangetriebenen Hyundai Kona – sowie die Pressesprecher des ACV, Philipp Mathey, und des ARCD, Thomas Schreiner, mit einem Kia EV3, auf den Weg machten, startete die Pressesprecherin des Automobilclub KS e.V., Isabella Finsterwalder, zunächst per Bus und später Zug ihre Abenteuerreise an die kroatische Adriaküste. EAC Sprecher Martin Filzen trat seinen Flug aufgrund der kürzesten Reisezeit von allen erst am nächsten Tag an. Die Lenker der beiden Fahrzeuge vereinbarten im Sinne einer besseren Vergleichbarkeit als Reisetempo eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Zudem wurde ein Zwischenstopp mit Übernachtung in Passau geplant.

Ladeinfrastruktur europaweit denken

Nicht überraschend absolvierte der Benziner seine Strecke ohne große Herausforderungen und das mit optimalen Gegebenheiten bei Gepäckmitnahme und Reiseplanung. Die Fahrt mit dem E-Auto dagegen blieb vom Start weg spannend. So ist in Deutschland die Ladeinfrastruktur mit derzeit rund 170.000 öffentlichen Ladepunkten zwar bereits weitgehend gut ausgebaut und damit auch das Laden für die E-Autofahrer des ACV und ARCD, Mathey und Schreiner, meist reibungslos möglich. Doch blieb die Frage, wie sich die Situation in südlicheren Gefielden Europas mit einem deutlich dünneren Ladenetz darstellen würde. So gibt es in Kroatienvergleichsweise deutlich weniger E-Fahrzeuge und dementsprechend eine geringere Anzahl von Ladepunkten als in Deutschland. Doch sollten auch für Reisende in einem Urlaubsland wie Kroatien mit einem sehr hohen Durchreiseverkehr sehr wohl ausreichend Ladeplätze vorhanden sein. Für die Pressesprecher des ACV und ARCD also eine gewisse Herausforderung während der Tour, zumal beispielsweise lediglich eine vorhandene Ladesäule deutlich abseits der Autobahn gerade in der Ferienzeit zu einem klaren Engpassfaktor für E-Fahrer in Kroatien werden könnte.

Grundsätzlich ließen die beiden E-Fahrer das Bordsystem des Kia EV3 die jeweiligen Ladestopps planen. Demzufolge „tankten“ sie in Deutschland, Österreich, Slowenien und Kroatien jeweils mindestens einmal auf. Und damit kamen sie hervorragend voran. Genutzt wurden dabei sowohl die Ladekarten der Automobilclubs als auch Kreditkarten zum Adhoc-Laden. Mit Blick auf das Thema Preistransparenz und Vielfalt der Ladekarten insgesamt wurde aber schnell deutlich, dass hier noch lange nicht alles so reibungslos wie beim Tanken von Verbrennerfahrzeugen abläuft. Damit jedoch die E-Mobilität auf Dauer tatsächlich Einzug in den Verkehrsalltag halten kann, ist es wichtig, das Ladeerlebnis dem des Tankens beim Verbrenner künftig gleichzustellen und Ladeinfrastruktur europaweit zu denken. Im Rahmen der Europa-Challenge des EAC konnte sich das E-Auto jedenfalls auf der rund 1.200 Kilometer langen Strecke voll bewähren. Insgesamt benötigte es 15,5 Stunden bei Kosten in Höhe von 248 Euro und einem CO2-Ausstoß von lediglich 122 kg*. Der Verbrenner punktete dagegen mit einer leicht geringeren Reisezeit von 13 Stunden und niedrigeren Kosten in Höhe von 194 Euro jedoch einem gegenüber dem E-Auto mehr als doppelt so hohen Emissionsausstoß von 270 kg CO2*.

Abenteuer Zug: 23,5 Stunden Reisezeit

Mehr Abenteuer als Urlaubsfeeling erlebte KS Pressesprecherin Isabella Finsterwalder auf ihrer Reise per Bus, Zug und Taxi nach Zadar. So fiel bereits der geplante Zubringerzug von Frankfurt nach München aus mit der Folge, dass sie sich auch von der Platzreservierung verabschieden musste und daher nur noch ein Platz im Speisewagen für die Dauer der Reise blieb. Der Ersatzzug brachte sie aber schließlich zuverlässig nach München. Dort konnte sie nach einigen als Sicherheitspuffer eingeplanten Stunden Wartezeit am Münchner Ostbahnhof um Mitternacht endlich in ihrem Nachtzug Platz nehmen. Die Warnungen des Schlagwagenschaffners, auf jeden Fall das Abteil fest abzuschließen, hatte sie gleichwohl so beunruhigt, dass sie nicht wirklich an Schlaf in der Nacht denken konnte. Das Frühstück gemeinsam mit einem Mitreisenden und die spannenden Gespräche mit einigen Bahnenthusiasten nahm sie daher als willkommene Abwechslung wahr. Nach Ankunft in Zagreb ging es per Flixbus nochmals 3,5 Stunden weiter nach Zadar, um von dort per Taxi den Endspurtins Hotel zu bewältigen. Die Tatsache, dass der CO2-Ausstoß der Zugreise bei lediglich 28 kg CO2* lag und auch der Reisepreis mit 136 Euro der geringste im Vergleich zu den anderen Verkehrsmitteln war, ließ für die KS Pressesprecherin, die im Übrigen als Zweite nach dem Flugreisenden Martin Filzen das Hotel erreichte, die Anstrengung der langen Reisezeit von 23,5 Stunden in einem ungleich freundlicheren Licht erscheinen.

Das Flugzeug: schnell, bequem, planbar, jedoch nicht nachhaltig

Der Flugreisende Martin Filzen genoss erwartungsgemäß die komfortabelste Anreise von Frankfurt nach Zadar. Nicht zuletzt dank seiner akribischen Vorbereitung ließ sich seine Reisezeit mit lediglich 4,5 Stunden von Frankfurt nach Zadar, wovon die reine Flugzeit 75 Minuten betrug, absolut sehen. Der CO2-Fußabdruck war hingegen mit 255 kg* beachtlich. Auch die Reisekosten lagen mit 293 Euro am höchsten. Zudem musste Martin Filzen auf das Reiseerlebnis durch die einzelnen Länder beim Fliegen verzichten. Insgesamt zeigte sich hier erneut, dass Flugreisen zwar schnell, bequem und planbar, jedoch zum aktuellen Zeitpunkt absolut nicht klimafreundlich sind; der Ausbau nachhaltiger Kraftstoffe zur Senkung des CO2-Ausstoßes ist daher unausweichlich.

Fazit

Die Europa-Challenge des EAC und das Nebeneinanderstellen verschiedener Verkehrsträger hat deutlich gemacht, wie wichtig vernünftige Rahmenbedingungen seitens der Politik sind. Nur dann ist es machbar, dass jedes Verkehrsmittel sein Potential für nachhaltiges Reisen auch tatsächlich entfalten kann. Und nur dann, so das Ergebnis, kann europaweit eine verlässliche Mobilität hergestellt werden, die alltagstaublich, bezahlbar und klimafreundlich ist.

* Quelle: Bundesministerium Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie sowie Umweltbundesamt / Österreich

Mobile & Verkehr
[lifepr.de] · 03.07.2025 · 13:10 Uhr
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