Eurokurs unter Druck: Inflationsdaten bleiben hinter den Erwartungen
Der Euro hat zum Ende der Woche leicht an Wert verloren. Am Vormittag wurde die Gemeinschaftswährung mit einem Kurs von 1,1665 US-Dollar gehandelt. Zum Vergleich: Der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) lag am Donnerstag bei 1,1676 US-Dollar, nachdem er am Mittwoch noch 1,1593 US-Dollar betragen hatte.
In der Eurozone konnten die jüngsten Preisdaten das Marktgeschehen kaum beeinflussen. Besonders in Frankreich und Spanien sind die Inflationsraten für August hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Frankreich überraschte mit einer abgeschwächten Teuerung von nur 0,8 Prozent, während Spanien eine konstante Inflationsrate von 2,7 Prozent aufwies. Analysten waren hier von einem Anstieg ausgegangen.
Laut Dekabank-Analysten bieten die vorläufigen Inflationszahlen aus den größten europäischen Volkswirtschaften bestenfalls geringe Signale für die Zinserwartungen der EZB. Auch die deutschen Einfuhrpreise lieferten am Morgen keine nennenswerten Impulse für den Devisenmarkt. Im Laufe des Tages liegt der Fokus der Investoren auf weiteren Konjunkturdaten, insbesondere auf neuen Informationen zur Preisentwicklung. Am Nachmittag stehen wichtige Verbraucherpreisdaten aus Deutschland und der PCE-Deflator aus den USA an, die für die Zinsentscheidungen der US-Notenbank von Bedeutung sind.

