Eurokurs steigt im späten Handel – Ein Ausblick auf die Woche
Der Euro hat im späteren Verlauf des US-Handels zum US-Dollar einen Aufschwung erlebt und erreichte zwischenzeitlich 1,1652 Dollar, bevor er leicht auf 1,1649 Dollar zurückging. Die Europäische Zentralbank hatte ihren Referenzkurs zuvor auf 1,1640 Dollar festgelegt, nachdem er am Freitag noch bei 1,1612 Dollar lag. Damit lag der Umrechnungskurs des Dollars bei 0,8591 Euro, geringfügig verändert im Vergleich zum Vortag.
Wirtschaftsdaten aus Deutschland sorgten indes für wenig Bewegung. Das Ifo-Geschäftsklima zeigte sich im Oktober optimistischer als erwartet, insbesondere was die Erwartungen der Unternehmen betrifft. Die Einschätzung der gegenwärtigen Lage hingegen verschlechterte sich ein wenig.
Laut Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, könnte das im neuen Jahr anstehende Fiskalpaket einen spürbaren Wachstumsimpuls bewirken. Ein Anstieg um fast ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts scheint unvermeidlich. Dennoch gibt er zu bedenken, dass ohne notwendige Reformen das Wachstum lediglich von kurzer Dauer sein könnte.
Im Handelskonflikt zwischen den USA und China scheint eine temporäre Einigung vor dem Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping in Südkorea in Sicht. Trotz dieser Fortschritte agieren Anleger zurückhaltend, angesichts der bevorstehenden Entscheidungen der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank Fed über die Leitzinsen.

