Euro zeigt Stärke nach stabilen US-Inflationsdaten
Der Euro hat am Dienstag gegenüber dem US-Dollar an Wert gewonnen, nachdem frische Inflationszahlen aus den Vereinigten Staaten veröffentlicht wurden. Im Handel in New York notierte die europäische Gemeinschaftswährung mit einem Kurs von 1,1667 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs bei 1,1606 US-Dollar festgelegt, während es am Montag noch 1,1622 US-Dollar waren. Der umgerechnete Dollarwert betrug somit 0,8616 Euro im Vergleich zu 0,8604 Euro am Vortag.
Die Inflationsrate in den USA stagnierte im Juli bei 2,7 Prozent, was den Erwartungen vieler Experten widerspricht, die mit einem Anstieg auf 2,8 Prozent gerechnet hatten. Laut den Volkswirten der Commerzbank sind die Effekte der Zölle bislang moderat und viele Unternehmen scheinen die zusätzlichen Kosten selbst zu tragen. Dies dürfte jedoch nicht von Dauer sein, wie die Analysten anmerken.
An den Finanzmärkten wird die Wahrscheinlichkeit erhöht gesehen, dass die US-Notenbank Fed die Leitzinsen senken könnte, was den US-Dollar belastete. In der Eurozone sind momentan keine weiteren Anpassungen der Leitzinsen vorgesehen. Bundesbankpräsident Joachim Nagel unterstrich in Frankfurt, dass die aktuellen Zinssätze ein sehr gutes Niveau darstellen. Nun bleibt abzuwarten, wie sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterentwickeln werden.

