Euro zeigt Stabilität nach jüngstem Kursrutsch

In einer bemerkenswerten Ruhepause hat der Euro am Dienstag Kursverluste gestoppt und zeigt sich stabiler als in den vorangegangenen Handelstagen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Morgen zu einem Wechselkurs von 1,1812 US-Dollar gehandelt, was einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorabend markiert. Zuvor hatte der Euro an zwei aufeinanderfolgenden Handelstagen nachgegeben, nachdem er in der vergangenen Woche ein Hoch von 1,2081 Dollar erreicht hatte - den höchsten Stand seit dem Jahr 2021.
Auslöser für die jüngste Volatilität war die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger für das Amt des Präsidenten der US-Notenbank durch US-Präsident Donald Trump. Dies hatte den US-Dollar beflügelt und gleichzeitig Druck auf den Euro ausgeübt, da Zweifel aufgekommen waren, ob eine deutlich lockerere Geldpolitik tatsächlich umgesetzt wird.
Warsh, einst als geldpolitischer Falke bekannt, hat sich zuletzt überraschend für eine Senkung der Leitzinsen ausgesprochen. Für den weiteren Verlauf des Handelstages rechnen Beobachter mit einer eher ruhigen Entwicklung am Devisenmarkt, da es an nennenswerten Konjunkturdaten mangelt. Einzig die im Laufe des Tages erwarteten Inflationsdaten aus Frankreich könnten für etwas Bewegung sorgen und den Anlegern Orientierung bieten.

