Euro unter Druck: Wechselkurse und globale Unsicherheiten beeinflussen Märkte
Der Eurokurs hat am Mittwoch eine leichte Schwächephase erlebt und ist erstmals unter die Marke von 1,16 US-Dollar gerutscht. Am späten Nachmittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1584 Dollar, nachdem sie am Morgen noch etwas stabiler war. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1587 Dollar fest, was einen Rückgang gegenüber dem Vortag bedeutet. Zum Kursverhältnis: ein Dollar kostete entsprechend 0,8630 Euro.
Der Dollar profitierte von der Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China, während weitere marktrelevante Impulse ausblieben. Beide Großregionen, die USA und die Eurozone, veröffentlichen derzeit keine bedeutenden Konjunkturdaten. Bedingte Neuerungen sind erst mit den Inflationszahlen aus den USA am Freitag zu erwarten. Derweil setzt sich der sogenannte Shutdown in den USA fort und hindert Regierungsbehörden daran, Wirtschaftsdaten zur Verfügung zu stellen.
Im geopolitischen Kontext zeigt sich der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine festgefahren. US-Präsident Donald Trump plant ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nur dann, wenn substanzieller Fortschritt in Aussicht steht. Ein unproduktiver Gipfel käme für ihn nicht infrage.
Das britische Pfund erfährt derweil eine Belastung; gegenüber allen Hauptwährungen, größtenteils aufgrund der stagnierenden Inflationsrate in Großbritannien im September, die bei 3,8 Prozent im Jahresvergleich verharrte. Die Bank of England könnte sich angesichts der jüngsten Preisdaten und günstiger Entwicklung der Löhne dazu veranlasst sehen, im laufenden Jahr eine weitere Zinssenkung in Betracht zu ziehen, so ING-Volkswirt James Smith.
Weitere Referenzwerte der EZB setzten den Kurs des Euro bei 0,86890 britische Pfund, 175,92 japanische Yen und 0,9228 Schweizer Franken fest. Der Goldpreis zeigte sich ebenfalls schwächer und fiel um 58 Dollar auf 4.065 Dollar je Feinunze.

