Euro unter Druck: Unsicherheit belastet Märkte
Der Euro hat am Donnerstag deutlich an Wert verloren und wurde am Nachmittag bei 1,1930 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte er noch knapp unter der Marke von 1,20 notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1968 Dollar fest, ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vortag. Der Dollar notierte bei 0,8355 Euro. Damit zeigte der Euro eine Abschwächung gegenüber Dienstag, als er mit 1,2081 Dollar auf einem Zweijahreshoch stand.
Die jüngsten geopolitischen Spannungen trugen zur Verunsicherung an den Märkten bei und führten zu einem Rückgang bei Aktien- und Rohstoffwerten. US-Außenminister Marco Rubio drohte dem Iran bei möglichen Angriffen auf US-Einrichtungen mit einem militärischen Präventivschlag. Während einer Anhörung im Senat betonte Rubio die Verteidigungsbereitschaft der USA, sollten Hinweise auf geplante Angriffe vorliegen. Die Reaktion aus Teheran folgte prompt, als Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf Präsident Donald Trump vor den Konsequenzen eines Angriffs warnte.
Parallel dazu belasteten enttäuschende Geschäftsergebnisse von Microsoft die Märkte weiter. Die Aktien des Unternehmens erreichten im frühen Handel den niedrigsten Wert seit Mai 2025. Der Dollar profitierte von seiner Attraktivität als sicherer Hafen, zusätzlich gestützt durch positive Auftragseingänge in den USA.
Die jüngste Entscheidung der US-Notenbank Fed, die Zinsen unverändert in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen, führte zu keinen nennenswerten Bewegungen am Devisenmarkt. Experten der Dekabank interpretierten die Kommentare der Fed zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und zur Lage auf dem Arbeitsmarkt positiv.
Neben dem Eurokurs erreichte die Feinunze Gold einen Preisrückgang und lag zuletzt bei 5.174 Dollar, was einen Rückgang von etwa 240 Dollar innerhalb eines Tages bedeutete.

