Euro trotzt Widrigkeiten: Stabilisierung auf niedrigem Niveau
Der Euro zeigt sich am Dienstag auf einem stabilen, wenn auch niedrigen Kursstand. Mit einem Wert von 1,1524 US-Dollar bleibt die europäische Gemeinschaftswährung auf gleicher Höhe wie am Vorabend. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs am Montag auf 1,1514 Dollar festgelegt, nach 1,1554 Dollar am vergangenen Freitag.
Jedoch bleibt das Umfeld für den Euro herausfordernd. Im Vorteil steht der US-Dollar, der seit Mitte letzter Woche Aufwind erhält. Als Ursache gilt die Zurückhaltung des US-Notenbankvorsitzenden Jerome Powell hinsichtlich einer möglichen Leitzinssenkung im Dezember. Die zuletzt durch die US-Zollpolitik angeheizte Inflation liegt deutlich über dem Ziel der Fed von 2,0 Prozent und verstärkt diese Dynamik.
Commerzbank-Experte Michael Pfister blickt optimistisch in die Zukunft: Die unterschiedliche Meinung innerhalb der Fed könnte im kommenden Jahr zunehmen. Insbesondere die Mitglieder, die bekannt für ihre taubenhafte Geldpolitik sind, könnten sich verstärkt Gehör verschaffen. Pfisters Einschätzung nach sind die Zinssenkungen im nächsten Jahr keineswegs so unwahrscheinlich, wie viele Marktteilnehmer glauben lassen. Dies wirft die Frage auf, ob die jüngste Stärke des US-Dollars wirklich gerechtfertigt ist.
Der Dienstag präsentiert sich ansonsten ruhig, da keine marktrelevanten Konjunkturdaten veröffentlicht werden. Ein Teil der US-Regierungsbehörden bleibt im Zuge des aktuellen Government Shutdown geschlossen, wodurch die Erhebung vieler Wirtschaftsdaten ausgesetzt ist.

