Euro trotzt US-Zinssenkung: Leichte Kursgewinne trotz schleppender Arbeitsmarktzahlen
Die europäische Gemeinschaftswährung konnte am Mittwoch in einem nur geringen Maße von der jüngsten Zinssenkung der US-Notenbank Fed profitieren. Zunächst verzeichnete der Euro einen Anstieg und erreichte ein Tageshoch von 1,1680 US-Dollar. Doch wurden die anfänglichen Gewinne kurz darauf wieder leicht korrigiert und der Euro stand zuletzt bei 1,1660 Dollar. Dieser Verlauf folgte auf die Festsetzung des Referenzkurses durch die Europäische Zentralbank, die den Euro mit 1,1634 Dollar bewertete. Der Dollar hatte somit einen Gegenwert von 0,8595 Euro.
Die Fed hatte zum dritten Mal in diesem Jahr den Leitzins gesenkt und ihn um 0,25 Prozentpunkte reduziert. Diese Entscheidung erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender Risiken für den Arbeitsmarkt in den letzten Monaten. Die bestehende Inflation stellt weiterhin eine Herausforderung dar. Wirtschaftsexperten hatten mehrheitlich mit diesem Schritt gerechnet.
Michael Heise, Chefökonom bei HQ Trust, kommentierte den Schritt der US-Notenbank mit einem klaren Wendeblick auf die Stärkung des US-Arbeitsmarktes, der nach wie vor schwächelt. In Anbetracht der hohen Inflation und der fragilen Arbeitsplatzsituation erwartet er auch für das Jahr 2026 eine komplizierte Entscheidungsfindung durch die Fed.

