Euro trotzt Trump: Aufschwung nach Zollankündigung
Die europäische Gemeinschaftswährung hat nach der jüngsten Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump Auftrieb erfahren. In den frühen Morgenstunden kletterte der Euro-Kurs auf fast 1,0925 US-Dollar, eine merkliche Steigerung gegenüber den Werten vor der Ankündigung der Strafzölle. Zwar sank der Kurs im Laufe der nächsten Stunden leicht, hielt sich jedoch mit 1,0907 US-Dollar über dem Wert von 1,0850 US-Dollar, der noch unmittelbar vor Trumps Pressekonferenz am Mittwochabend verzeichnet wurde.
Im Zuge eines weitreichenden Zollpakets hat Donald Trump seinen weltweiten Handelspartnern eine harte Handlungsweise auferlegt. Das Paket sieht pauschale Zölle von zehn Prozent auf alle Importe in die USA vor, ergänzt durch noch höhere Raten für Länder mit signifikantem Handelsdefizit gegenüber den Vereinigten Staaten. Besonders für Importe aus Deutschland und anderen EU-Mitgliedsstaaten sollen Einfuhrabgaben von 20 Prozent gelten.
Die Maßnahme, die für erhebliche Spannungen im internationalen Handel sorgt, hat jedoch dem Euro-Markt einen Schub verliehen, während die wirtschaftliche Weltgemeinschaft mit wachsamen Augen auf die künftigen Entwicklungen und Antworten der betroffenen Länder blickt.

