Euro trotzt Dollar-Abwertung und erreicht einwöchiges Hoch
Der Euro hat seine positive Kursentwicklung der vergangenen Woche fortgesetzt und erreichte am Montagvormittag einen Höchststand von 1,1865 US-Dollar. Damit überschritt er den Wert vom Freitagabend und kletterte auf das höchste Niveau innerhalb einer Woche. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt bei 1,1794 US-Dollar festgesetzt, was eine leichte Aufwertung gegenüber dem Vortag bedeutete.
Ein ausschlaggebender Faktor für die Schwäche des Dollars war eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg. Diese berichtete, dass chinesische Beamte die heimischen Banken angewiesen haben, den Kauf von US-Staatsanleihen einzuschränken. Finanzinstitute mit hohen US-Anleihepositionen wurden aufgefordert, diese abzubauen. Dies führte zu einem Rückgang der Nachfrage nach den als sicher geltenden Treasuries und belastete die US-Währung weiter.
In Europa richtet sich das Augenmerk auf den Eurozonen-Konjunkturindex, der vom Analyseinstitut Sentix erhoben wird und als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Entwicklung gilt. Experten erwarten eine positive Entwicklung im Februar, was den Optimismus an den Märkten stärkt.
Der politische Umbruch in Japan, wo die neue Ministerpräsidentin Sanae Takaichi einen erdrutschartigen Sieg landete, hatte hingegen nur geringe Auswirkungen auf den Yen. Die nationale Währung zeigte sich gegenüber den meisten wichtigen Devisen stabil. Die Liberaldemokraten gewannen als erste Partei seit dem Zweiten Weltkrieg mehr als zwei Drittel der Unterhaussitze, was der neuen Regierungschefin signifikanten politischen Einfluss verleiht. Atsushi Mimura, hochrangiger Beamter des Finanzministeriums, versicherte, dass die Regierung den Devisenmarkt genau beobachte und zur Vorsicht mahne.

