Euro stabilisiert sich in ruhigen Handelsgewässern – Neue Signale von Powell beeinflussen Dollar
Im späten US-Handel zeigte sich der Euro gegenüber dem Dollar erstaunlich stabil. Kurz vor dem Wall-Street-Schluss notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1567 US-Dollar. Noch am Morgen hatte der Euro die Marke von 1,16 Dollar überschritten. Die Europäische Zentralbank bezifferte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1550 Dollar, nachdem er am Vortag noch bei 1,1636 Dollar gelegen hatte.
Dadurch ergab sich für den Dollar ein Wert von 0,8658 Euro im Vergleich zu den 0,8594 Euro vom Mittwoch. Ausschlaggebend für die Bewegung des Dollars waren neue Einlassungen von Jerome Powell, dem Chef der US-Notenbank. Seine jüngsten Aussagen ließen den Dollar Unterstützung finden, während Hoffnungen auf eine dritte Zinssenkung in diesem Jahr einen Dämpfer erhielten. Powell äußerte sich klar darüber, dass eine weitere Leitzinssenkung bei der Dezember-Sitzung keineswegs sicher sei. Dies stand im Gegensatz zu den bisherigen Erwartungen der Analysten, die von einer Fortsetzung der lockeren Geldpolitik bis Jahresende ausgingen. Zudem verdeutlichte er, dass innerhalb des geldpolitischen Rats der Fed stark unterschiedliche Meinungen zur nächsten Zinsentscheidung bestehen.

