Euro stabil, doch Unsicherheiten bei Zöllen belasten Finanzmärkte
Der Euro zeigte am Freitag eine geringe Kursbewegung und notierte bei 1,1681 US-Dollar, unverändert gegenüber dem Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs bei 1,1683 Dollar festgesetzt, im Vergleich zu 1,1709 Dollar am Donnerstag. Der Wechselkurs für den Dollar lag somit bei 0,8559 Euro, leicht höher als am Vortag.
Die Ungewissheit in Bezug auf die Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump bleibt ein zentrales Thema an den Finanzmärkten. Nachdem Trump bereits Zölle in Höhe von 35 Prozent auf Waren aus Kanada erhoben hat, blickt die Welt mit Spannung auf seine nächsten Schritte, nachdem er Zollandrohungen an mehrere Länder versandt hat.
In der nächsten Woche richten sich die Augen der Investoren auf die Inflationsdaten der USA. Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater stellt die Frage in den Raum, ob die Auswirkungen der bisherigen Zollerhebungen durch höhere Preise weitergegeben werden oder nicht. Sollte sich herausstellen, dass die Zölle ohne Auswirkungen auf die Endkunden verpuffen, könnte dies die US-Notenbank, die Federal Reserve, zu Zinssenkungen, trotz bisheriger Zurückhaltung aufgrund von Inflationsgefahren, zwingen. Präsident Trump erhöht den Druck auf die Federal Reserve, indem er beharrlich Zinssenkungen und den Rücktritt von Präsident Jerome Powell fordert.
Die EZB hat die Referenzkurse für den Euro zudem auf 0,86570 britische Pfund, 171,81 japanische Yen und 0,9310 Schweizer Franken festgelegt. Der Goldpreis stieg auf dem Londoner Markt am Nachmittag um 28 Dollar und erreichte 3.352 Dollar pro Feinunze.

