Euro legt weiter zu: Markt blickt auf Inflationsdaten der Eurozone
Der Euro konnte am Mittwoch weiter an Wert gewinnen und notierte am Morgen bei 1,1832 US-Dollar, wodurch er die Verluste der vorangegangenen Woche weiter ausgleichen konnte. Noch zu Wochenbeginn war der Kurs des Euro unter die Marke von 1,18 Dollar gerutscht. Die aktuelle Entwicklung dürfte vor allem Anleger freuen, die sich eine Erholung der gemeinsamen Währung erhofft hatten.
Doch trotz des steigenden Eurokurses betrachten Experten der Dekabank die für den Tag anstehenden Konjunkturdaten als wenig marktbewegend. Vielmehr richten sich die Augen der Marktteilnehmer auf die Inflationsdaten der Eurozone für den Monat Januar. Im Durchschnitt erwarten Ökonomen einen leichten Rückgang der Inflationsrate auf 1,7 Prozent gegenüber den 1,9 Prozent, die im Dezember verzeichnet wurden.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen sehen die Fachleute der Dekabank keinen dringenden Handlungsbedarf für die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Zinssitzung am Donnerstag. Es wird davon ausgegangen, dass die EZB die Leitzinsen unverändert lässt, da für den Jahresbeginn allgemein mit nur temporär niedrigen Inflationsraten gerechnet wird. Anleger blicken somit gespannt auf die kommenden Entscheidungen aus Frankfurt, die maßgeblich das Zinsniveau in der Eurozone beeinflussen könnten.

