Euro erholt sich nach US-Militärschlag im Nahen Osten
Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich am Montag erfolgreich gegen vorherige Verluste behauptet und zeigt ein positives Bild, nachdem sie die Einbußen durch die jüngsten militärischen Operationen der Vereinigten Staaten im Iran vollständig ausgeglichen hat. Am Nachmittag notierte der Euro bei 1,1537 US-Dollar. Der von der Europäischen Zentralbank festgelegte Referenzkurs betrug 1,1472 Dollar, während am vergangenen Freitag noch 1,1515 Dollar notiert wurden. Umgekehrt entspricht ein Dollar nun 0,8716 Euro.
Das militärische Eingreifen der USA, das am Wochenende unter anderem auf iranische Atomanlagen abzielte, hat die Spannungen im Nahen Osten weiter verstärkt. Der Dollar profitierte zunächst von steigenden Rohölpreisen, blieb jedoch später unter Druck, als die Ölpreise am Nachmittag nachgaben. Der US-Präsident Donald Trump äußerte sich zu den Ölpreisen und betonte, dass er Maßnahmen ergreifen würde, um diese niedrig zu halten.
Ein weiterer Faktor, der den Dollar belastete, waren Äußerungen aus der US-Notenbank. Michelle Bowman, Direktorin der Fed, signalisierte ihre Bereitschaft, im Juli eine Senkung des Leitzinses in Betracht zu ziehen, sollte der Inflationsdruck moderat bleiben. Dies stünde im Einklang damit, das Zinsniveau näher an seine neutrale Einstellung heranzuführen, um den Arbeitsmarkt zu fördern, obwohl die Finanzmärkte derzeit nicht mit einer solchen Senkung rechnen.
Wirtschaftsdaten aus der Eurozone hatten keinen nennenswerten Einfluss auf den Devisenmarkt. Im Juni zeigte sich die Unternehmensstimmung stabil und hielt sich knapp über der Marke, die auf wirtschaftliche Expansion hinweist.
Die Europäischen Zentralbank setzte zudem Referenzkurse für andere wichtige Währungen fest. Ein Euro notierte bei 0,8567 britischen Pfund, 169,27 japanischen Yen und 0,9387 Schweizer Franken. Die Feinunze Gold legte ebenfalls zu und kostete am Londoner Nachmittagshandel 3.384 Dollar, was einem Anstieg um etwa 16 Dollar im Vergleich zum Freitag entspricht.

