EU-Zölle auf Mandeln: Eine bittere Pille für deutsche Süßwarenindustrie?
Die mögliche Einführung von EU-Strafzöllen auf Mandeln aus den USA alarmiert den Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). In einem eindringlichen Appell fordert der Verband die EU auf, Mandeln von der Liste der vorgeschlagenen Zölle zu streichen, um die hiesige Süßwarenproduktion nicht zu gefährden.
BDSI-Hauptgeschäftsführer Carsten Bernoth erklärte, eine Substitution der US-Mandeln sei unmöglich, da sie essenzieller Bestandteil in einer Vielzahl von Süßwarenprodukten wie Marzipan, Keksen und Schokolade seien.
Auch in der privaten Küche erfreuen sich Mandeln in Form von Stiften oder geraspelt großer Beliebtheit. Bernoth unterstrich die Bedeutung einer ausgewogenen Antwort der EU im Zollstreit mit den USA und mahnte, die Folgen nicht auf die verarbeitende Industrie und die Konsumenten in Europa abzuwälzen.
Die Abhängigkeit der deutschen Süßwarenhersteller von amerikanischen Agrarrohstoffen ist beträchtlich. Neben Mandeln sind auch Pistazien, Walnüsse und Cranberries aus den USA von großer Bedeutung.
Besonders bei Mandeln sei die Importquote aus Kalifornien mit 92 Prozent enorm, während die heimische Produktion nur etwa ein Drittel des Bedarfs decke.

