EU verhängt weitere Sanktionen gegen russische Diamantenförderer Alrosa
Die Europäische Union hat weitere Sanktionen gegen Russlands staatlichen Diamantenförderer Alrosa und deren Geschäftsführer Pawel Marinytschew verhängt. Diese Entscheidung kommt zusätzlich zu dem seit Jahresbeginn geltenden Einfuhrverbot für russische Diamanten. Nach Angaben des Europäischen Rates sind diese Maßnahmen eine Reaktion auf Handlungen, die die territoriale Unversehrtheit, Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine bedrohen oder untergraben.
Alrosa ist das weltweit größte Diamantenförderunternehmen und deckt mehr als 90 Prozent der gesamten russischen Diamantenproduktion ab. Die Bedeutung des Unternehmens für die Russische Föderation und deren Einnahmen wurde von den EU-Staaten betont. Im Jahr 2021 erzielte Alrosa Einnahmen in Höhe von 332 Milliarden Rubel (rund 3,4 Milliarden Euro). Russland gilt als größter Produzent von Rohdiamanten weltweit.
Die Entscheidung der Europäischen Union, das Importverbot für Diamanten aus Russland zu verhängen, wurde bereits im Dezember letzten Jahres getroffen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, der russischen Regierung eine wichtige Einnahmequelle zu entziehen und somit die Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine einzuschränken. Die EU-Kommission schätzte die Einnahmen Russlands aus dem Diamantenverkauf zuletzt auf rund vier Milliarden Euro pro Jahr.
Aufgrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine hat die Europäische Union bisher Sanktionen gegen fast 2000 Einzelpersonen und Organisationen verhängt. Diese Maßnahmen beinhalten auch Reisebeschränkungen sowie das Einfrieren von Vermögenswerten der Betroffenen in der EU. Darüber hinaus ist es verboten, ihnen Geld oder andere wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen. (eulerpool-AFX)

